Bauhaus-Universität Weimar

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XIV. 
Gegenbemerkungen von Dr. Rodman. 
(Ebendaf. p. 2ji ff.) 
In Bezug auf die vorftehenden Bemerkungen fiber den 
von mir bekannt gemachten Fall führe ich Folgen¬ 
des an. 
Da mehrere Schriftfteller in der Angabe der Grü- 
fse und Schwere des Fötus in verfchiednen Perioden 
nicht übereinftimmen, fo mufs man zuvörderft die von 
der Menftruation entnommenen Zeichen der Schwanger- 
fchaft betrachten, fofern jener Mangel an Ueberein- 
ftimmung von irgend einem Mifsverftändnifle herrfih- 
xen mufs. 
Kehrt die Menftruation im gefunden Zuftande zu¬ 
rfick, fo ergiebt fich daraus genügend, dafs die Ge^ 
bärmutter nicht fchwanger ift und bei voller Gefundheit 
ift das Stocken derfelben ein ftarker Beweis für die 
Schwangerfchaft. 
Mit Gefühl von Anfchwellung in den Brüften und 
der Schwangerfchaft eignen Empfindungen, ift dasStok- 
ken der Menftruation das einzige Zeichen, worauf fich 
ein Frauenzimmer verlaffen kann. Ein Arzt, der erft 
nach Verlauf von 2 — 3 Monaten befragt wird, kann 
fich offenbar, um die Periode der Schwangerfchaft aus- 
zumitteln, nur auf die Erzählung, das Ausfehen und 
die in frühem Fällen bewiefene Genauigkeit der Mut¬ 
ter verlaffen. So kann man leicht hin und wieder be¬ 
trogen werden, und dadurch Irrthum in der Angabe 
der Gröfse des Fötus entftehen. 
Die Mutter des fraglichen Kindes ift groß, ftark 
und gefund, und war nie unregelmäßigen Zufällen un¬ 
terworfen, welche dergleichen Berechnungen ftören; 
außerdem wax fie in ihren frühem Schwangerfchaften 
mit der Zeit immer Ichon gut bekannt. Sie bleibt fich
        

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