Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Uebereinstimmung der Körperringe der erwachsnen sechsfußigen Gliederthiere: Entomozoa hexapoda, Bullet. de la societ. philom., 1820, p. 33 ff.
Person:
Blainville
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14823/5/
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Die Ordnung der Lepldopteren zeigt zucrft eine,- 
aurli bei den übrigen Hexapoden verkommende An¬ 
ordnung. Keiner der drei, die ßruft zufammenfetzen- 
den Ringe nämlich ift getrennt, noch weniger beweg¬ 
lich. Die Flügel fitzen ganz festlich, fo dais zwilchen 
ihrem Uffprunge der Stamm einen ftarken Vorlprung 
bildet. 
Indefs finden fich Spuren der Trennung des erften 
Bruftringes, doch bildet er kaum einen vollkommnen 
Bogen uml eine kleine hornartige Linie zwilchen Kopf 
und Bruftkal'ten. Auch trägt er immer das hier beitän- 
dig lehr fchwache erl’te Fufspaar. 
Der zweite ßruftring bildet eigentlich den Thorax 
der Entomologen bei den Lepidopteren, indem er fèhr 
grofs und gewölbt ift und fich unter den Hinterleib ver¬ 
längert. Immer trägt er das ei lte Fliigelpaar und das 
zweite Fufspaar. 
Der dritte, nicht deutlich getrennte, vielleicht auch 
kleinere als der erfte, ift doch wie gewöhnlich zufam- 
tnengefetzt und trägt das dritte Fufspaar, lo wie das 
zweite Flügelpaar. 
Der Hinterleib befteht aus io Ringen, deren er- 
fter nur feinen obern Bogen hat, und wovon die drei 
letzten in den vorhergehenden zurücktreten und die Zeu¬ 
gungsanhänge tragen. 
Die Hymenopteren kommen fehl* mit der vorigen 
Ordnung überein, indem der erfte Bruftring kaum ge¬ 
trennt, unbeweglich, unvollkommen und vom zweiten 
durch eine blofse Furche getrennt ift. Das erfte Fufs- 
pnar ift felbft davon ganz unabhängig, und wird durch 
ein faft lenkrechtes mittleres Stück getragen. 
Der zweite Ring ift fehr gewölbt, breit, liegt ganz 
frei, da fich das erfte Flügelpaar ganz ieitlich an ihn 
fetzt, trägt unten das zweite Fufspaar, und fcheint fielt
        

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