Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Blutbildung und das Blut im Allgemeinen: Annals of philosophy, Vol. XIII, p. 12-26, p. 265-279
Person:
Prout, William
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14821/7/
Die Wa (fermen ge wurde durch Verdnnfiung eines 
beftimmten Gewichtes der beiden Chymusarten bis zur 
Trocknifs in einem Wafferbade ausgeinilteit. 
Das Chymusprincip u. f. vr. durch Zuiatz von Effig- 
fäure zu einer beftimmten Menge von Maffe und Kochen 
beider während einiger Zeit. Der ib erliaitne fefteflück- 
i'tand wurde gefammelt, und, wie vorher, getrocknet. 
Er beitand thcils ans dem Niedcrichlage, der aus den ver¬ 
dauten Speifen und der Magenanfoaderung zufamrnen- 
gefetzt war, theils aus unaufgeiüfter und auszuwerfen¬ 
der Nahrungsfubitanz. Daher iahe ich ihn als den Theil 
des Chynuvs an, worin das Eiweifs noch nicht hinläng¬ 
lich gebildet war, um ansgeraiiieit zu werden, und der 
mit Auswurfsi'ubftanz vermifcht war. 
Eiweifs u. f. w. Nach Wegfchaffung der vorigen 
Subftanzen wurde blaufaures Kali zur Effigauflüfung ge¬ 
bracht, welches in dem Pflanzenfpeäfenehymus keinen 
Niederfchlag bewirkte, alfo die Abwefeiilieit des Eiweifs 
anzeigte, wohl dagegen im Thierfpeifenchymus einen 
ftarken hervorbrachte. 
G alle liftoff. Er kam in beiden Arten vor, und 
•wurde durch Digeriren von Alkohol über dem getrock¬ 
neten Chymusriiekftande nachgewiefen. Diefer nahm 
den Gallenftoff auf, der dann durch Verdunften des 
Alkohols erfchien. Er halte alle Eigenfchaften deffel- 
ben, nur war er weniger mit U aller miibhbar, und nä¬ 
herte fich mehr der ßefchaffenheit eines Harzes oder des 
Fettwachfes, vermuthlich zum Theil in Folge der Ein- 
Wirkung des Alkohols. 
Pjlanzenklebeir. Der Pflanzenfpeifenchymus gab 
ein, in Effigfäure auflösliches, nicht durch blaufaures 
Kali oder Ammonium zu fällendes Princip, das alfo nicht 
Eiweifs war. Durch Kaliauflöfung fchJug es fich nieder 
und hei als noch einige andre Eigenfchaften des Klebers.
        

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