Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über eine Wirbelsäule und ihre Rippen in den vielfüßigen Insekten: Ann. gén. des sc. physiques. Quatr. Livr. 1820, p. 96-133
Person:
Hilaire, Geoffroy St.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14820/9/
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fo, cfafs fie fich zuletzt berühren und verwachfen. Die 
obern werden durch das Rückenmark, die untern durch 
das lange Riickengefäfs an der Grundfläche von ein¬ 
ander entfernt gehalten. Hiedurch entfteht ein oberer 
und ein unterer Kanal. Zwifchen den untern Querfort- 
fätzen treten die Seitenäfte des grofsen Gefäfses hervor 
und fie begiinftigen den Blutlauf, indem fie den Haupt- 
ftämmen eine, rneiftens rinnenförmige Stütze geben. 
Ungeachtet der grofsen Verfchiedenheit zwifchen 
diefef und tier einfach!ten Form, können wir doch jene 
auf diele zurückführen. Ueber lies hat doch jede Klaffe 
ihren eignen untergeordneten Typus, auf welchen man 
die VVirbel der verfchiednen Arten derfelben zurück¬ 
führen kann. So wje fich nun die VVirbel der verfchied¬ 
nen hohem Klaffen unterfcheiden, werden natürlich 
auch die der Apiropoden (vielfüfsigen Infekten) von 
den übrigen abweichen, und wegen der grofsen Ver¬ 
fchiedenheit der ganzen Bildung felbft wefentliche Ver- 
fclnedenheiten darbieten. Dies muffen wir befonders 
deshalb bemerken, weil es uns wichtig ift, die Bedin¬ 
gungen eines andern Untertypus oder die Grundlagen 
einer andern Klaffenabtheilnng aufzufinden. 
Das Hauptmerkmal des Wirbels eines Apiropoden 
ift die viel beträchtlichere Gröfse der R ickenmarksöff- 
nuug, welche deshalb ganz andre Theile als das Rücken¬ 
mark aufnehmen kann. Bei den hohem Thieren liegen 
an der untern Fläche des Wirbels das lange Blutgefäfs, 
an der äuisern Fläche die Rückenmuskeln. Oeffnet 
man nun den Schwanz, richtiger den Unterleib der 
Kruftenthiere, fo findet man gerade diefe Theile in den 
feften Abfchnitten deffelben und diefe, nach aufsen ge¬ 
worfen, find blofs von einer dünnen Oberhautfchicht 
bedeckt. 
Alles dies ift eine nothwendige Folge von That- 
fachen. 
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