Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über eine Wirbelsäule und ihre Rippen in den vielfüßigen Insekten: Ann. gén. des sc. physiques. Quatr. Livr. 1820, p. 96-133
Person:
Hilaire, Geoffroy St.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14820/18/
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Da endlich die Wirbel nicht wefentlich aus er,- 
digen Theilen beftehen, fo werde ich, aber nicht jetzt, 
fondern bei Unterfuchung der Wirbelfäule der fechs- 
fähigen Infekten, VQti der thierifchen, in ihre Zulära* 
menfetzung eingehenden Subftanz handeln , welche zur' 
Hälfte oder dem dritten Tbeile bei den Knorpelfifchen 
das Skelett bildet, 
S c h 1 u f s, 
„Darf man wirklich bei den gewöhnlich wirbellos 
„genannten Thieren eine Reihe von Wirbeln anneh- 
„men? “ Ungefähr fo [teilten in der Akademie Mathe¬ 
matiker diele ganz anatomifche Frage und wiefen fie au 
die anwefenden Entomologen, Diele, durch diefe fon- 
derbare Dazwifchenkunft in den Kreis des Popilius ver- 
fetzt, erklärten lieh für nicht überzeugt und fo wurde 
ich verurtheiLt, 
E pur fi innove! hätte ich mit dem Philofophen 
von Pifa antworten können, allein ich behielt meine 
Ueberzeugung, um jetzt den Entomologen zu zeigen, 
dafs, nicht zu glauben, weil man nicht weifs, nur Vor- 
urtheile gegen Thatfachen erwecken wird und den Geo¬ 
meter u zu beweifen, dafs ich ohne Furcht ihren ganzen 
Satz wieder aufftellen werde, i’obald er eine unmittel¬ 
bare Folge des Vorangegangnen ift. Ja, beftimmt wer¬ 
den bis jetzt für wirbellos gehaltne Thiere unter den 
Wirbelthierea aufgefiihrt werden l 
Wenn der Entomologie übrigens diefe Refultate un¬ 
angenehm find , fo werden durch fie die Erwartungen' 
der Phyfiologie übertroffen, indem fie ihr eine gründ¬ 
liche Kenntnifs aller Arten des Knochengewebes vei i'chaf- 
fen, ftatt, dafs Ausdrücke wie „eine Haut, die ihre 
„Verdickung dem Schleimgewebe verdankt, eine in 
„Hornfnbftanz umgewandeite, halbverknöcherte Haut“ 
fo gut als nichts bedeuteten.
        

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