Bauhaus-Universität Weimar

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namentlich bediente er fich der Augen von weifsen Ka¬ 
ninchen,- Tauben, Mäufen u. f. f. Die Zartheit und 
Deutlichkeit des Bildes überrafcht beim erften Anblicke, 
jLäfst man etwas wäfsrigte oder gläl'erne Feuchtigkeit 
aus dem Augapfel heraus, fo verliert das Bild feine he- 
ftimmten Umriffe. Schneidet man eine Oeffnung in die 
Hornhaut und läfst durch jene das Bild einfailen, fo 
wird es ebenfalls nicht mehr fo deutlich auf der Netz¬ 
haut wahrgenommen. — Wenn man an einem und 
demfelben Auge die wäfsrigte Feuchtigkeit, die Linfe 
und Hornhaut lierausnjmmt, und nur den Glaskörper 
und die Linfenkapfel läfst, fo bildet fich kein Bild mehr 
auf der Netzhaut. Diefes fcheint uns unrichtig. Ree, 
.welcher alle diele Verfuche in frühem Zeiten wieder¬ 
holte, fand fogar, dafs das Bild fich auf der Retina 
noch abmale, wenn man felbft den Glaskörper entfernt. 
Nur mufs man fuchen, die Integrität der Kugelform des 
Augapfels zu erhalten. Damals kam ich auf den Ge¬ 
danken, welchen ich bei Gelegenheit: weiter ausführen 
werde, dafs. die Netzhaut als eine Art Hohlfpiegel zu 
betrachten fey, oder vielmehr, dafs ße die Glastafel 
eines ConqavJ'piegeis bilde, deffen Belege die Choroidea 
ausmache, wozu fie vermöge ihrer Pellucidität wäh¬ 
rend des Lebens vollkommen tauglich fit. Ich glaube 
Aufs daraus eine neue Anficht des Sehactes, deffen Na¬ 
tur noch jehr im Dunkeln fchwebt, er wachJen könne, 
die zur Erklärung vieler Erfcheinungen hinreiche,£e 
„Ferner weiter unten : Rec. Geht nicht ein, was 
der Verf. gegen denVerfuch von Mariotte einzuwenden 
hat. Es fcheint mir derfelbe ganz richtig zu feyn , nur 
mit der Relchränkung, dafs fehr erleuchtete Objecte 
nicht verfchwinden, wenn auch ihr Bild auf die dem Ein¬ 
tritte des Sehnerven entfprechende Stelle der Netzhaut 
fällt. Auch läfst fich diefes Experiment nach feiner An¬ 
ficht des Sehactes, nach welcher dis Netzhaut fammt
        

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