Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bemerkungen über die Fötushüllen der Phoca bicolor: Opusc. scientif., Vol. III, 1819, p. 298 ff.
Person:
Alessandrini, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14749/11/
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Die im Nabelftrange verfehl offenen Nabelgekrösge- 
fäfse find es auch im Unterleibe völlig. Sie bilden hier 
zwei dicke Fäden, deren einer ficli unter dem Magen in. 
dem Gekröfe verliert, der andre in daffelbe ungefähr in 
der Mitte r(er Unlerleibshöhle tritt. Sie fchienen mir in 
einer, vom Gekvofe flammenden, zarten Scheide enthal¬ 
ten zu fey i, «'-die lie bis zum Nabel begleitet und hier 
in na., . auchfeil übergeht, das unter der Verbindungs- 
ftelie der Nabelgefäfse weggebt, ohne lieh in den Nabel- 
ftrang fortzufetzen, fodafs es auch voi diefen Gefäfsen nicht 
durchbohrt ift. Aufserdem fand ich an keiner andern 
Stelle des Darinkanals einen, die Verbindung deffeiben 
mit der Na bell» laie vermittelnden Faden, und glaube da¬ 
her, dafs diele blofs durch die Nabelgekrösgefälse Statt 
findet. 
Da? Amnion ift deutlich eine Verlängerung der dün¬ 
ner gewordnen Kaut. Sie gebt vom Nabel an. über den 
Nabel! trang, bildet am Ende deffeiben, wo die Gefäfse 
aus einander weichen, einen weiten Trichter, und fchüüt 
lieh dann zur Bildung des, den Fötus enthaltenden Sackes 
um. Es zeigt die gewöhnlichen Eigenfchaften, und belicht 
nirgends aus zwei Blättern, wenn man nicht das feine 
Zellgewebe, wodurch es im Nabelftrange an die innere 
Haut des Chorions, aufserdem an das innere Blatt der Al¬ 
lantois geheftet wird , dafür anfehen will. Die Einfprit- 
zung wies, vorzüglich in der Nähe des Nabelftranges, deut¬ 
liche Blutgeläfse in ihm nach. 
Driiiige Körperchen, wie bei den Kühen, konnte 
ich nicht finden. 
Eben fo wenig konnte ich in irgend einem Theile 
der Fötushiillen Nerven oder Saugadern entdecken. 
Der Nabelftrang ift fehr kurz, indem .1 nur 6" 2U> 
mfst, dagegen an fehlt lieh breit. Nahe am Fötus ift er 
Fa ft cyündrifcb, wird aber bald platt, und breitet lieh aus 
indem dir NaltejgefälV sich ipalten. Er ift von einer dik’ 
ken : nti-iran umgeben . die lieh, aber nicht ganz leicht, 
ist zwei Blätter, ein äul.-eres, vom Amnioxt i lammendes 
e*n nt net es, mit dei Crcfu-lsnant cie? Citttrioo zofaimnen- 
hängendes, theilen laffen, und zn welchen ein Zellgewebe 
trist, das die Gefäfse zufattnlmfes , und def/en. „:k 
einer hellen Flültigkck inafolien r..,- \
        

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