Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Ei der Säugthiere und Herrn Cuvier's Lehre darüber: Aus den Mém. de la soc. méd. d'émulat., Ann. VIII, 1817, p. 760
Person:
Dütrochet
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14747/4/
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Dies ift Herrn Cuvier’s Chorion, meine und Hunter’s 
Caduca. Sie ift auf der Piacente eine Viertelslinie dick, 
auf dem übrigen Ei äuferft dünn und bat auf jeder Seitè 
einen fchöngrünen Saum. 
Unter ihr lag das von mir fo genannte Chorion. Dies 
war fehr gefäfsreieh und behänd aus den angegebnen drei 
Schichten der äufsern Überhaut, dem Gefafsnetze und der 
Innern Oberhaut, welche die gefafslofe Allantois der Säug- 
tliiere ift. Alle drei hangen feit an einander. 
Unter dem Chorion befand lieh die mittlere Haut. Sie 
war dünner als das Chorion, zeigte äufserlich das zweite 
Elatt der gefäfslofen Allantois, und fing nach innen mit 
dem Amnion zu verwachfen an. 
Die, über 2" lange, Q“‘ breite Nahelblafe nahm die 
ganze Länge des Eies ein, lag über dem Amnion, unter 
der miniem Haut und hing mit dem Darme nur durch die 
Nabe'gekrösgefäfse zulammen. * 
Bei einer weniger lange trächtigen Hündin fand 
ich keine Spur der gelblichen Maffe, die Herr Cuvier ca- 
duca nennt. 
Bei einem Raft reifen Katzenei war der Bau genau eben, 
fo. Hunter’s caduca ( Cuvier’s Chorion), fand heb, mit 
Ausnahme der Placenta auf dem ganzen Fi und fiel in 
Schuppen ab. Die, I “ breite Nabelblafe enthielt nur ei¬ 
nen gelben Bodeniatz, wodurch lie dem Vogeldotter fehr 
ähnlich wurde. 
Uebrigens gleicht das Fieifchfreffcrei dem Vogelei 
aufserordemlich. Es enthält nur die Placenta mehr, in¬ 
dem die gefiifslofe Allantois der Säugihiere lieh bei keinem 
Ton beiden als eigne und getrennte Haut findet. 
Ei der P l ant i g r ade n. 
Herr Cuvier hat das Ei diefer Klaffe nicht, und ich 
es nur bei der Spitzmaus (Sorex araneus) unterfucht. Hier 
fand ich im Mai nur einen faft reifen Fötus, deffen Hül¬ 
len dicht an einander hingen, fo dafs er nur eine 7,u ha¬ 
ben fchien. Die Piacente fafs auf 'der Spitze des Nabel- 
ftranges, von der Allantois fand lieh keine Spur. Kabel- 
blafe und Nabelgekrösgefäfse waren verfchwunden, und 
die Hüllen waren den menfchlichcn, reifen Eihüllen äuf- 
ferft ähnlich, nur mit dem Unterfchiede, dafs fleh ica
        

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