Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Fötushüllen: Aus den Mém. de la soc. méd. d'émulat., Ann. VIII, 1817, p. 1-64
Person:
Dütrochet
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14741/6/
Bruchfaeke des Dotters, eng mit ihm verbunden. Unter 
ihr befinden lieh, an der Stelle, weiche der l infenkimg 
der Chalaze des fpitzen Endes entfpricht, die zufammen- 
gefalteten Hefte der erben Dotteroberhaut, das Chorion 
bleibt an der Schalenhaut. 
Der Dotter geht durch die N’abelöfFnung in den Dünn¬ 
darm über, hat mit diefem diefelbe Bauchle lhaut und ift 
in einem Brnchfacke enthalten, welcher lieh in das Bauch¬ 
fell der Untevleibsbedeckungen Forifetzt Diefer Sack 
bedeckt, wie gefagt, einen Tbeil des Amnions, ift mit 
ihm genau verbunden, und entfpricht in feinem übrigen 
U mfange der mittler« Haut, womit er gewilfermafsen ver- 
fchmolzen ift. Nur an einer Stelle lind beide on einan¬ 
der eut lernt, und hier findet (ich eine kleine Höhle, die 
einen fehr weifsen Körner, die Hebe der abgef reiften er- 
fte n Dotteroberhaut, enthält, welche man im Waller leicht 
entfalten und ausbreiten kann. Jeiz ift der Kaum zwi- 
fchen dem Chorion und der mittlern- Haut von einer an- 
fehnlichen Menge Hirn angefüllt, welcher durch feine 
weifsliche Farbe als folcher erkannt wird, die von koh- 
lenfaurem Kalk herrührt, der ihn trübt und ziemlich ctiIc¬ 
ke Niederfchläge bildet. Bekanntlich ift die- der Chaiak- 
ter des Vogelharns. Bis hieher enthält diefer Zwilchen- 
raum nur eine geringe Menge der in den erben Tagen 
vorhandnen Flüffigkeit. Jetzt erkennt man den Harn- 
ftrang, als den Weg, auf welchem diefe F’iifiigkeit dutch- 
tritt, fehr leicht. Seine OefFnting findet itch an der äuf.wrn 
Fläche der mittlern Haut nach Wegnahine des Chorions, 
und durch fie gelangt eine kleine Sonde fehr leicht in den 
Rloak, hinten, der üeffnung des Maftdarms gegenüber. 
In den folgenden Tagen vermindert lieh durch die fort- 
gehende Einfaugung die Harnmenge, und bald findet ach 
nur eine, mit kohlenfauret Kalkerde getränkte fchleimige 
iVlafle, die bisweilen in Geltait einer Membran auf der 
mittlern Haut ausgebreitet ift und fei hfl für eine Haut ge¬ 
halten werden kann, wenn man nicht ihre Fmftehung 
verfolgt. 
Die Gefäfse der Harnhaut find die Nabeigefdfse, de- 
ren Urlprung von dem der Dottergefaf.se lehr vei fehieden 
ift. Die Gefäfse des Chorions und der mittlern Haut imd 
natürlich dieselben, da beide Häute einem Organ, der Al-
        

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