Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Fötushüllen: Aus den Mém. de la soc. méd. d'émulat., Ann. VIII, 1817, p. 1-64
Person:
Dütrochet
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14741/26/
muer fier,, ihn bekleidenden Haut eine zuTammengefaltete 
Mautröhre, welche die Länge des ehemaligen Schwänzet 
hat. Sie iit die Beinhaut der halbknorpligen Wirbel, wel¬ 
che die Mittellinie des Schwanzes einnahmen, und fetzt lieh 
daher in die Beinhaut der Wirbel fort. Nach einigen Ta¬ 
gen 5Ct auch diefe Röhre mit dem Reft des Schwanzes ver- 
fclnvunden, von dem kein Tbeil für das Thier verloren, 
der vielmehr ganz aufgefogen worden ift. Die äufsere 
Hüile, welche die Arme durchbohren, umgab auch den 
Schwanz und folgt ihm auf feiner Verkleinerung ohne lick 
zu falten, und ohne dafs ihre Verbindung mit ihm auf¬ 
hörte. Eben fo umgab üe die enthebenden Kiefer, und, 
zerreifst hier längs der Dehnung derselben, durehjdiä, 
Auftrengungen des Thieres, lie zu entfernen und die Rän¬ 
der diefes Riffes heften lieh, indem lie vernarben, an die 
Ränder der neuen MnndürFming. 
Jetzt ift die Verwandlung vollendet und das Thier 
vollkommen, ohne, mit Ausnahme einer Oberhaut, die 
einige Tage nach dem Verfchwinden des Schwanzes bis¬ 
weilen in Lappen abgeht, eine Haut abgeworfen zu ha- 
ben. Die Haut alfo, welche die Arme und den Schwanz um¬ 
gab, die Kiefer zufammenhie.lt und nur der Larve anzugehit- 
ren fehlen, wird äufsere Hülle des vollkommnen Thieres. 
Sie kann aber nicht Haut heifsen, fondern ift Amnion. 
L>as Amnion gehört, wie fchon vorher gezeigt wur¬ 
de, von allen Häuten allein urfprünglich dem Fötus an, 
die übrigen lind fpäter enthebende Hüllen. Jenes ift wirk¬ 
lich die erfte Haut des Thieres. 
Die Schlangen und einige Saurier, Vögel und Säug- 
thiere beiitzen diefe erfte Haut, welche daher auch, den 
Batrachiern zukommen, und ihre Fötus, die Larven, um- 
re ben mufs. Diefe erfte Haut umgiebt das Hühnchen in 
den elften Tagen unmittelbar, ohne lieh über den Dotter- 
Li ach zu erftreeken. Die Frofchlarve, deren Dotter kei¬ 
nen Bruch bildet, und allein dem ganzen Vogelei ent- 
foncht, mufs all'o ganz vom Amnion eingehüllt feyn. 
Nach meinen Umerfuohungen ilt nun diefe Membran 
im Ei nicht von ihr getrennt, weil lie nackt und ohne 
Schale ift. Die fuhalenlofe, und vom Amnion beklei¬ 
dete Larve kann, da lie keinen Nabeiftrang hat, nicht 
von den Allantoishäuten umgeben feyn, und braucht auch
        

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