Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Bau des häutigen Theiles der Harnröhre: Medic. chirurg. Transact., Vol. X, 1819, p. 339 ff.
Person:
Shaw, J.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14679/11/
403 
warum dieGefäfse delXelben fo oft durch unfre ïnTtrumen- 
te geöffnet werden, und, wenn (ie durch eine Art von 
Erection erregt werden, ziemlich lange Blut ergiefsen 
Vielleicht erklären lieh auch die Frille, wo der Kran¬ 
ke durch mangelnde Thätigkeit diefer Theire hedeutend 
herunter kam, und wo der Same mit dem Harn abg'ng, 
aus den angeführten Thatfachen , indem in den meifien 
Fällen, wo der Same in die Hlafe zuriiekgedriiekt wurde, 
line unvoll ko m nute Erection Statt fand, mithin wurde 
die kleine Erhabenheit, die man eine innere Harn roh¬ 
renzwiebel nennen kann, nicht hinlänglich ausgedehnt, 
um die Harnröhre anzufüllen und den Samen nach vorn 
iwifchen die beiden Säulen in üe z.n leiten , während der 
Samenl’chneller krampfhaft in der Vertiefung auf ihn 
wirkte. 
Ich fchliefse mit der Annahme, dafs dielet- Bau eine 
inatomifche Thatfache ift, wodurch die Anwefenheit 
ton Muskelfafern in irgend einem Theile der Harnröhre 
widerlegt wird, indem ich dargefhan halte, dals Hie eblich unter der Schleimhaut befindlichen i\iuske'l tfirn 
lie uneingelpritzten Gefäfse des nmern Schwammkor- 
jers find. 
fl, Moreschi i\ b er den B a u der Harnr ö h r e u n d 
der Eichel. (Aus deffen Commentai ium de ure¬ 
thrae corporis glandisque ftructura. Accedunt de 
vaforum Ipienicorum in animalibus couftitutione 
nec non de utero gravido epitomae. Mediolani 1817.) 
Als ich am Ende des J. 1810 die Nerven der Lenden- 
eflechte verfolgte, fpritz.te ich zugleich die Gefäfse der 
ntern Gliedmaafsen und der Rothe, die Zellkörper der 
jtzten mit grüner, die der Harnröhre mit ro'her Ma-ffe, 
ihr glücklich ein. Da ich die Ruthe genauer betrachtete, 
) fand ich zu meiner Verwunderung, dais dicAiaife nicht, 
,-ie ich glaubte und bisher immer gefchehen war, lieh 
ach allen Seiten hin verbreitet haue, fondern aber ihrer 
mzen Oberfläche ein, aus fehl- kleinen , wm nuonrngen 
lefäfschen zufannnengewebtes Netz bildete, wovon Ute 
natomen bis jetzt nichts erwähnt haben. 
M. d, Archiv. V g. I s <1
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.