Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Umwandlung vom Eiter in Fleischwärzchen: Aus dem phil. Transact., 1819, p. 1-11
Person:
Home, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14675/5/
von 65° darauf, worauf alle diefe Erfcbeinungen in einem 
weif l-.nhern Grade eintralen. 
f ine gefätiigfe Amnioniumauflöfung bewirkt, mei¬ 
ne? Willens, die Gerinnung des biters flinker als irgend 
eine bekannte Su bl tanz, und ich verfuchte daher nun, 
wie fie lieh zur Fleifchwarzenbildimg verhalten würde. 
Wenn fie gleich in mancher Hinlieht kein zuverläffigei 
Prüfungstniltel ifr, feiern die Verbindung derfelben mit 
Eifer die natürlichen Eigenfchaften von diefem verändern, 
und eine ganz verfohiedenartige ZufammenfetZung her- 
Vorbringen könnte, Io war dies doch durchaus nicht 
nothwendig der Fall. 
(Nachdem alfoeine gefättigte Armnouimnauflöfung von 
450 aut die Gefchwürflä« he gegoffen worden war, gerann 
der Eiter faft augenblicklich, und gewundene Kanäle füll- 
ten überall diele geronnenen Mallen an. Diefe Kanäle 
waren lehr einlörmig, hatten diele! be Grd Ke, liefen erft 
gerade, endigten lieh dann mit 1} Spira-'whuiung, die 
lehr fein auslief, und enthielten alle rotlies Elut. Unge¬ 
achtet die Zahl der Kanäle felbft grüfser war, fanden lieh 
weniger Gasbläschen als bei Anwendung des kalten Waf- 
fers, indem mehrere in den Kanälen zurückgeblieben wa- 
ren. Einige Eiterklumpen lagen höher als die übrige, 
Oberfläche, und größere Kanäle voll rotheil Blutes gin- 
gen über einige von ihnen weg, ohne dafs (ich in der 
Nähe kleinere gefunden härten. Um auszumicteln, ob 
lieh eine gefäfsreiehe Grundfläche fände, womit diefe 
Kanals zufammenhingen, fleckte ich eine ziemlich breit» 
gekrümmte iSadel unter einem fo durch, dafs die Spitze 
an der entgegeiigeCeiz!en Seite hervorkam, und der Ka- 
11a! deutlich auf der Fläche der Nade> log, und zog Ce 
dann weg, ohne dois ein Tropien Elutes ausilofs. Dies 
wurde mehrmals mit demleiben Erloig und ohne den- 
getingften Schmelz wiederholt, und hieraus ergiebt fidt 
lehr beftinmit, dafs die Kanäle im geronnenen Eiter fo- 
gleiclt nach feiner G-rinuung entliehen, ehe noch irgend 
eine Annäherung von Jettenden leiten Theilen Stau ge¬ 
funden bat. 
Die Schnelligkeit, womit das Eint die, in den Kanä¬ 
len enthaltene Kobienläure ausltölst, kann man aus der 
grofsen (Neigung erklären, womit es dtefes Gas, vvel-
        

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