Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
B. Levy: Die Regulierung der Blutbewegung im Gehirn. Virchows Archiv. Bd. CXXII, 1890, S. 146-200
Person:
Sommer
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14655/1/
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Li tier a turbericht. 
Bewegungen. Schäfer hat gefunden, dafs von der ganzen Sehsphäre aus 
beim Affen durch Induktionsströme assoziierte Augenbewegungen aus¬ 
gelöst werden können. Munk führte diese Versuche beim Hunde aus 
und sieht in ihrem Ergebnis eine Bestätigung seiner Vorstellung von 
der Projektion der Retina auf der Hirnrinde. Die assoziierten Augen¬ 
bewegungen traten auch auf, wenn die Stelle der „Eühlsphäre“, deren 
Reizung Augenbewegungen erzeugt, von der Sehsphäre abgetrennt ist. 
Es sind also in der Sehsphäre selbst centrifugale Bahnen enthalten, sie 
ist ein Gebiet, in dem sich ein „Sehreflex niederster Ordnung“ abspielt, 
welcher „Lichtempfindungen zur Voraussetzung und Augenbewegungen 
zur Folge hat“, welch letztere „den Blick wenden und vorher undeutlich 
Gesehenes fixieren lassen“. R. Wlassak (Zürich). 
J. Eekguson. The auditory centre. Journ. of Anat. and Physiol, XXV, 
January 1891. S. 292. 
Der leider nur sehr ungenau mitgeteilte Fall ist folgender: Ein 
schon seit acht Jahren infolge rechtsseitiger Otitis media auf dem rechten 
Ohr tauber Mann erkrankte an Krampfanfällen der linken Körperhälfte, 
welche mit linksseitigen subjektiven Geräuschen einsetzten. Allmählich 
stellte sich völlige Taubheit des linken Ohres ein. Die subjektiven 
Geräusche blieben trotzdem bestehen. Die Sektion ergab eine Geschwulst, 
welche die erste Schläfenwindung völlig, die zweite leicht zerstört hatte. 
Ziehen (Jena). 
B. Levy. Die Regulierung der Blutbewegung im Gehirn. Virchows 
Archiv. Bd. CXXII (1890). S. 146—200. 
In Bd. II, Heft 3, S. 221 dieser Zeitschrift ist über die Schrift von 
Geigel (Würzburg) „Pie Mechanik der Blutversorgung des Gehirns“ berichtet 
worden. Von diesem Aufsatz geht Levy in seiner Arbeit aus (S. 146). 
Wie bei Geigel bildet die Voraussetzung der Untersuchung der 
Gedanke, dafs (S. 158) „die Gehirnmasse inkompressibel und in einer 
starrwandigen, unnachgiebigen Höhle eingeschlossen sei.“ 
S. 159: „Die Erweiterung irgend einer Arterie hat daher Verengerung 
der Kapillaren und Venen zur Folge.“ 
Obgleich Levy denselben Grundgedanken wie Geigel hat, kommt 
er doch zu dem abweichenden Resultat, dafs trotzdem unter gewissen 
Bedingungen Erweiterung der Arterie eine Vermehrung der Blutströmung, 
also Eudiämorrhysis zur Folge hat. Diese Bedingungen bestimmt L. 
in folgendem Satze: 
S. 161: „Es werde eine beliebige Arterie vom Radius r (also Quer¬ 
schnitt^?-2) betrachtet. Die entsprechende Vene habe den Radius 
    

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