Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bemerkungen über die Verrichtungen der verschiedenen Theile des Nervensystems: Aus dessen Observations pathologiques propres à éclairer plusieurs points de physiologie, Paris 1818
Person:
Lallemands, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14645/3/
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Mittellinie il Zoll weit von den Augenbrauen auf, ver¬ 
längerte lieh dann auf beiden Seiten bis zu den Ohren, und. 
endigle zugefpitzt in der Höbe der letzten Bruftwirbel, 
wodurch ein lehr länglicher, in der Mitte breiter, au 
beiden Enden fchmaler Halbmond entftand. Der äufsere 
Rand ging in die Haut der Stirn, des Halles, des Rückens 
und der Lenden über, ohne irgendwo die Spur einer 
Narbe darzubieten. Der innere Rand umgab einen läng¬ 
lichen, eiförmigen, unregelmäßigen Raum, der unten 
durch die, das Heiligbein bekleidende Haut vervollftän- 
digt wurde. Diefe hautiofe Stelle reichte von der Schädel¬ 
grundfläche bis zum Heiligbein und einer Schulter zur 
andern, war oben mit Ueberbleibfeln der Spinmvebi’n- 
und Gefäfshaut und längs der ganzen Wirbelfäule mit der 
harten Rückenmarkshaut angelilllt, die keine cylmdrilche 
Hohle bildete, fondern, wie die Dornfortfätze der Wirbel, 
flach ausgebreitet war, fo dafs lieh eben fo wenig ein 
Wirbelfäulenkanal als eine Schädeihöhle fand. Diefe 
Häute waren durch wahre Narben feit geraumer Zeit mit 
der Haut verbunden. 
Durch die durchrichtige, harte Haut erkannte man. 
alle Dornfortfätze, welche, ihrer Krümmung vvegen, eine 
7 bis 8 Linien breite Rinne bildeten: an der Oberfläche 
diefer Haut befanden fielt zwei Reihen weißlicher Kno¬ 
ten von der Gröfse eines Nadelknopfes, welche den. 
Wirbelzwifchenräumen entfpraehen. In ihnen endigten. 
Cch die Nerven des Halfes, des Rückens und der Len¬ 
den, deren Urfprünge und Wurzeln mit dem Rücben- 
rcarke zerftört waren. Wurde die gefpaltene, harte Haut 
auf jeder Seite aufgehoben, fo falle man diefe Nerven 
von ihr aus zu den Zwifchenwirbellöchern gehen. Die 
lehr dünnen Halsnerven Liegen faft fenkrecht empor, um 
zwifchen den Halswirbeln durchzutreten. Die Riieken- 
nerven, vorzüglich die untern, Waren dicker und ent¬ 
hielten weifse Su bftanz, die Lenden-und Heiligbeiimei 
ven verhielten lieh ganz normal. 
Die Ueberbleibfel der Spinnweben-und Gefäfshaut 
bildeten hinter der Schädelgrundfläche eine Art von 
Haube, die bis zum untern Ende des Rückens herab- 
ftieg. Unter ihnen bildeten die, von einer Menge Blut¬ 
adern umgebenden Kopf-und Wirbelpulsadern ein unent
        

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