Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchung mehrerer Steine aus verschiedenen Thieren: Annales de Chimie et de Ph., T. 9, p. 324-329
Person:
Lassaigne
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14628/2/
unrl die.fe Auflöfung nahm, zur Trocknifs abgedampft, 
eine Tehöne Karmin färbe an. 
Hiernach ift fie Harnfäure, 
Die Flüffigkeit, woraus lie fieh niedergefchlagen 
hatte, wurde durch Kalkwaffer nicht verändert. Der, 
nicht in der Lauge auflösliche Antheil des Steines war 
ph'isphorfnurer Kalk. 
Sach diefen Verfuchen befteht diefer Stein greife- 
temheils aus harnfaurem Ammonium und phosphorfaurem 
Kalk. 
Diefe Unterfuchung liefert daher eine neue That- 
fache, indem Fourcrny und Vauquelin bei ihren vielfachen 
Unterluchungen thierifcher Concretionen die Harnfteine 
des Hundes aus kohlenfaurem Kalk, phosphorfaurem 
Kalk, phosphorfaurer Ammoniakmagnefia, bisweilen 
auch aus kleefaurem Kalk gebildet fanden. 
2 Verf. Harnfteine des Ochfen. Sie behänden aus 
kohlenfaurem Kalk und Magneßa. 
3. Verf. Speiche/ftein einer Kuh. Weifs, fehr halt, 
der Politur fähig, von der Gröhe eines Taubeneies, um 
ein Haferkorn gebildet. In fchwacher Salzflure lüfte er 
fich mit fiarkem Aufbraufen auf, wobei nur einige thieri. 
fche Flocken in der Flüffigkeit fchwimmend blieben, 
Zufatz von Ammonium zu der Auflöfung brachte einen 
flockigen, aus phosphorfaurem Kalk behebenden Nieder, 
fchiag hervor. Die überfchwimmende Flüffigkeit bildete 
mit dem kleefauren Ammonium einen reichlichen Nieder- 
fchiag von kleefaurem Kalk , wonach das , während der 
Auflöfung des Steines in der Säure enthebende Aufkäu¬ 
fen durch Zerfetzung des kohlenfauren Kalkes bewirkt 
war. 
4. Verf. Speichelftein eines Pferdes. Weifs, weich, 
elahifch, genau von der Gehalt des ihn enthaltenden 
Speichelgarges. Kaltes Waffer zog nur wenig Eiweifs, 
unvollkommen kohlenfaures und faizfaures Natron, 
kochender Alkohol etwas fettige, weifse, bei der ge¬ 
wöhnlichen Temperatur flüffige Subftanz aus, kauhifche 
Alkalien lohen ihn leicht auf. In einem Platintiegel 
calcinirt, zerfetzte er lieh unter Verbreitung eines Ge¬ 
ruches von verbranntet^ Horn und Zutücklaffung von et-
        

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