Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Eigenthümliche Beschaffenheit mehrerer Schwielen bei zwei Dromedaren und einem Vicunna und der Sitzschwielen mehrerer Wölfe
Person:
Jaeger, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14591/1/
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wir aber nie im Stande fern werden, das Sehen folbft 
zu erklären, wird ein jeder leicht zu geben, der da 
glaubt, dafs wir die Enduriäche unfers Dafevns nicht 
zu erklären im Stande find. Nur allein die Erfchei- 
nungen und die Bedingungen des Seyns, find unferm 
Geilte enthüllt, und lie in ihrer Totalität ans Licht zu' 
ziehen, ift die alleinige Aufgabe achter Pliiiofophie der 
Natur. 
VI. 
Eigen thumb che Befchaffenheit mehrerer 
Schwielen hei zwei Dromedaren und 
einem Vicunna und der Sitzfchwielen 
mehrerer Wölfe. Beobachtet von Dr. 
G. Jaeger, zu Stuttgardt. 
Bei einem männlichen und drei weiblichen Wölfen, 
die alle yon demfelben Wurfe und nicht viel über ein 
Jahr alt waren, fand ich die Sitzknorren mit einem 
Politer von körnigtein Fette bedeckt. Zwifchen die- 
fem befand lieh eine plattgedriickte Höhlung, de¬ 
ren Wand durch eine dichte fehnigte Haut gebildet 
wurde. Das filzartige Gewebe derfelben fchien in eini¬ 
gen mit feinen Blutgefufsen durchzogen und verlor ficli 
nach aufsen in das den Sitzknorren bedeckende Fett 
und feinen unmittelbaren fehnigten Ueberzug. Die 
innere Oberfläche ihrer Wandung war an mehreren 
gröfseren Stellen ganz, glatt, der innern Oberfläche 
einer Schleimkapfel ähnlich, an andern Stellen gingen 
von ihr verlchieden gefpaltete Erhöhungen und Aus- 
Wüchfe oder Fäden aus, die ich nun näher befchre.il en 
will, Meift war die Schwiele der einen Seite grüfscr ;
        

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