Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Strahlenkörper und dessen Einfluß auf den Glaskörper, die Linse und die wässerige Feuchtigkeit: Mém. de la soc. méd. d'émul., T. 8, p. 631 ff.
Person:
Ribes, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14566/3/
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12er vor unci zwifehen dem Strahienkcirper liegende 
Theil der Linfenltaplel ift glatt, hängt nirgends mit be¬ 
nachbarten Theilen zu lummen, und erhält von ihnen keine 
Gefüfse ; dennoch wird es durch die Gröfse des Glas¬ 
körpers und der Linie , die Schnelligkeit der Erzeugung 
der wäfferigen und Glasfeuchtigkeit, fo wie der Einfau- 
gmig der Linfe nach der Niederdrückung des Staates 
höchft wahrfcheinlich , dafs ein bedeutender Gefäfs- 
apparat mit den innern Augenhäuten in Beziehung fteht. 
An der Verbindungsftelle des vordem Ilandes der 
Netzhaut und des Strahlenkranzes mit der Glashaut mufs 
man die Ernährungsquelle diefer Theile Tuchen, 
Der vordere Rand der Netzhaut ift bei den vorher 
erwähnten Thieren dick und abgerundet, fcheint aus 
Kreisfafern gebildet, hängt nicht mit der Glashaut, fehr 
feft mit dem hintern Theile des Strahlenkörpers zu lam¬ 
men und geht nicht weiter nach vorn. Die Netzhaut- 
pulsader theilt fielt in 2 — 3 Hauptäfte, die einander 
parallel hl der -Suijftanz der Netzhaut , an ihrer innern 
Fläche , verlaufen , fieh am vordem Rande derfelben in 
zwei Aefte theilen, welche lieh umlegen, unter einander 
verbinden und einen Kranz bilden, aus deffen hinterm 
Theile eine Menge kleiner, nach hinten gehender, Zweige 
abgehen, die fieh in der Subftanz der Netzhaut verbrei¬ 
ten. Weder an chronifch entzündet gevvefenen Augen 
noch bei den glücklichften Einfpritzungen fah ich aus dem 
vordem Umfange dieles Körpers das kleinfte Gefäfs von 
der Netzhaut zum Glaskörper oder der Linfe gehen. 
Trennt man die Aderhaut von den Augenfeuchtig- 
keiten, fo erfcheinen zwei Strahlenkörper, wovon einer 
der Aderhaut angehört, der andere an den vordem 
Theil des Glaskörpers und etwas an den Umfang der 
Linfe geheftet ift, 
Unterfucht man den erften, der allen Anatomen 
unter dem Namen des Strahlenkranzes oder Strahlenkör¬ 
pers bekannt ift, fo lieht man beim Pferde, dafs jeder 
Fortfatz deffelben, an der Verbindungsftelle mit der Ader¬ 
haut, häutig ift, bald aber netzförmig wird, und eine 
Menge von, meiftens viereckigen Oeffnungen enthält. 
Noch weiter nach vorn find die Seitenflächen fehr zottig, 
und der freie Rand ift gefranzt, jede Franze ift wieder 
pinfel-
        

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