Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Strahlenkörper und dessen Einfluß auf den Glaskörper, die Linse und die wässerige Feuchtigkeit: Mém. de la soc. méd. d'émul., T. 8, p. 631 ff.
Person:
Ribes, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14566/13/
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für ihre Abfonderung beftimmt. In den oben erwähn¬ 
ten waffeiTüchtigen Augen fand ich diefe Kanäle, die 
ich früher für foiide gehalten hatte, deutlich hohl und 
ftark entwickelt , fo dafs ich die Spitze einer Röhre leicht 
in ihre vordere Oeffnung brachte, und das Queeklilber 
Z“1 lang in ihnen lief. Von hinten eingebracht drang 
das yueeldilber fog'eich aus der vordem Oeffnung hervor, 
und fiel in die hintere Augenkammer. Bei gefunden 
Augen felhft gröberer Thiere konnte ich dagegen nie 
diele Erfcheinung hervorbririgen , und wählte daher eine 
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andere Methode. Ich nahm bei einem OchTenauge aie 
Hornhaut weg, fo dafs die Blendung völlig an ihrer 
Steile blieb, hing das Auge am Sehnerven auf, und fahe 
bald die G.asfeuchtigkeit lieh über die, daduich vorge¬ 
triebene Blendung ergiefsen, und dann durch die Pupille 
dringen, fo dafs das Auge in 12 Stunden halb entleert 
war.' Bei einem andern trennte ich, nach Wegnahme 
det Hornhaut, die Blendung von der Aderhaut ohne die 
Verbindungen der Strahl en fortfätze mit der Linfe zu zer- 
Itören Darauf wurde das Auge am Sehnerven attlge- 
hangen; nach einigen Augenblicken flofs die Giasfeuchtig- 
lceit über den Umlang der Linie an ihrer vordem Fläche 
und in 24 Stunden haue der Glaskörper zwei Drittheile 
feines Umtangs verloren. Auch jetzt war die Verbin¬ 
dung zwifchen Blendung und Strahlenfortfätzen ungeftört, 
mithin war die Feuchtigkeit durch Gänge zwifchen dem 
Strahlenkörper und Strahlenkränze ausgefloflen, und 
man darf fchliefsen, dafs die wäjjerige Feuchtigkeit ein 
Froduçt des Glaskörpers und nicht der StrahlenfortfätZe ijt. 
Ihre Einfaugung gefchieht walnfcheinlich weder 
durch die fogenannte Haut der wäflerigen Feuchtigkeit, 
noch durch das vordere Blatt der Kap fei, da fie gefäfslos 
und zu dicht find. Die Blendung nimmt vorzüglich durch 
ihre hintere Fläche, auch tvohl nur einen Theil derlei Iren 
auf, wenn gleich das Verfchwinden der wäflerigen Feuchtig. 
keit nach Verfchliefsung der Pupille auch auf Einfaugung 
durch die vordere fchliefsen läfst. Hauptfäehlich fchei- 
nen die Strahlenfortfätze diefe Function zu haben, da 
ihre Zotten und Franz en ganz aus Venen gebildet 
find, iie beftändig in der wäfferigen Feuchtigkeit hän-
        

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