Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber einen beim gefranzten Gecko oder Wanderkletterer entdeckten Luftbehälter
Person:
Tiedemann, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14552/2/
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men iîch aufwärts; jedoch bilden fie keine vollkom¬ 
mene Ringe, fondern fie find durch eine derbe Haut 
verbunden. Die nach hinten allmählich kleiner wer¬ 
denden Knorpdftiicke vereinigen fich endlich an dem 
nicht erweiterten TheiJe der Luftröhre und ftellen voll¬ 
kommene Ringe dar. 
Diele Bildung der Luftröhre ift keineswegs dem 
Gefchlechte der Geckoneii überhaupt eigentümlich, 
wie ich Anfangs vermutete, denn beim gemeinen 
Gecko fand ich die ganze Luftröhre zwar verhältnifs- 
mäfsig weiter als bei andern Lacerten, indefs bildete 
fie doch durchaus keine Erweiterung wie beim ge- 
franzten. Ohne Zweifel fteht fie mit feiner Lebensweife 
in einer fe,br genauen Beziehung. Ein englifcher Rei¬ 
fender, William Smith, hat van Erncft 1 ) die Bemer¬ 
kung mitgetheiit, dafs fich der gefranzte Gecko oft 
lange Zeit im fiifsen Wafter aufhalte, wozu auch feine 
Fiii'se und der Schwanz eingerichtet find. Es ift lehr 
wahrfcheinlich, dafs das Thier aisdann die in jener er¬ 
weiterten Stelle der Luftröhre enthaltene Luft athmet, 
und dadurch in den Stand gefetzt wird , längere Zeit 
auf dem Grunde tier Gewäfl’er zu verweilen, als es 
ohne einen folchen Luftbehälter möglich wäre. Uebri* 
gens läfst fich vermuihen, dafs der Luftbehälter zu¬ 
gleich einigen EinHufs auf die Hervorbringung einer 
eigentümlichen Stimme haben mag, worüber ich aber 
keine Bemerkung aufgezeichnet finde. 
ih Daudin a, a. O.
        

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