Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bemerkungen über die Ab- und Aussonderung der Milch
Person:
Emmert, F. A. G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14549/3/
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Ausfaugen ihrer BriVfte, felbft wenn diefes durch dfea 
Mund älterer Perfonen gefcbieht, unterhalten. Diefe 
Beobachtung verdanke ich einer erfahrnen Frau, de^ 
ren vorzügliche Befchäftigung feit dreifsig bis vierzig 
Jahren im Ausfaugen der Briifte mittelft ihres Mundes 
befteht, und die fo verftändig und frei von Vorur- 
theil ift, dafs ich nicht den geringften Zweifel in 
diefe ihre Erfahrung fetze. 
IV. 
Merkwürdige Aphonie nach einem gaftri- 
fchen iNervenfieber, beobachtet vom Me- 
dicinalrath Dr. Günther, zu Köln. 
dLphonie ift zweierlei ; entweder befteht fie darin, 
dafs das davon ergriffene Individuum fieltlech ter dings 
keinen Ton von fielt, zu geben vermag (Aphonie im 
engern Sinne), oder, das Individuum kann zwar Töne 
hervorbringen, aber ße nicht zu Horten articuliren. 
(Aphonie im weitern Sinne.) 
Die erfte Art von Aphonie ift vorzüglich öfters 
ein Symptom oder Folge verfchiedener Krankheiten, fo- 
wohl acuter als chronifcber. Man bemerkt diefelbe 
namentlich, in bösartjgen Fiebern, befonders im Ty¬ 
phus nervofus und putridus,. bei Hals - und Bruft- 
entziindungen, bei gaftrifchen und verminöfen Affe- 
ctionen, in der Catalepfie, Hyfterie, Epilepfie u. f. w. 
Ferner beobachtet man fie zuweilen nach Unterdrückung 
habitueller Hämorrhagien, nach dem Verfchwinden ge- 
wiffer Hautausfchläge, bei der Schwangerfchaft, nach 
einem Schrecke u. f. w. — Man weifs, wie gefährlich 
der Zuftand des Fiebernden ift, wo rliefes Symptom ein- 
tritt, befonders wenn lieh noch andere böfe Zeichen
        

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