Bauhaus-Universität Weimar

aufsen an die Sehne des gemeinfchaftlichenlangen Zeben- 
beugers heftet, eine Abweichung, die infofern merkwür¬ 
dig ift, als fie I) ein Stieben des kurzen Zelienbeugers, 
nach dem Typus des tiefen Fingerbeugers am BruftgHede 
an den Vorderarm zu rücken; 2) eine Thier.Tunlich¬ 
keit darftellt, indem auch beim Ai der lange Zehen¬ 
beuger, wie gewöhnlich der fiärkfte Unte'richenkehnus* 
kel, mit zwei kurzen Köpfen vom untern Theile der bei¬ 
den Unterfchenlcelknochen entfpringt. 
IO. Ueher einige feltene Bildungsabweichun¬ 
gen der Zahn e. 
Der erfte Fall findet lieh befchrieben von Lemaire. 
in Leroux’s Journ. de Mödec. T. 36. p. 252 ff. Bei einem 
Mädchen von 16 Jahren fanden fleh an dem rechten obern 
Eckzahne, der nur zur Hälfte ausgebrochen war, hinten 
und zur Seite drei von vorn nach hinten aneinander 
Hegende, völlig von einander getrennte, weit klei¬ 
nere, welche am Halle entfprangen, ungefähr die halbe 
Länge der Krone hatten, von dem Verf. als aus eignen 
Keimen enftanden angefehen weiden, wahrfcheinlich 
aber wohl nur weit fuirker als gewöhnlich entwickelte 
Auswüchfe find , -wie man an den keimtragenden Zähnen 
(Dentes proliferi) findet. 
Die folgenden Fälle hefchreibt Miel. (Ebene!. T. 40. 
p. 88 ff.) Bei einem Mädchen von 8 Jahren brachen die 
obern Eckzähne hervor, nahmen aber ihren Weg fo, dafs 
fie die vordem Milchbackzähne verdrängten. Nach fünf 
Jahren brach an der Stelle, welche die Eckzähne einneh¬ 
men foliten, auf der rechten Seite ein kleiner Back¬ 
zahn hervor, der aufserdem noch fo invertirt war, dafs 
fich die fonft äufsere lange Spitze nach innen, die kurze 
nach aufsen gewendet hätte. Der Vater des Mädchens 
zeigte eine ähnliche Anordnung. Der linke Milcheck¬ 
zahn ft and bis zum 20ften Jahre, wo er ohne Erfatz 
ausliel, ln einem zweiten Falle verhält es fich ganz, auf 
diefelbe Weife. In einem dritten nahm der linke obere 
Backzahn die Stelle des äufsern Schneidezahnes, diefer 
die feinige ein. _
        

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