Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur chemischen Kenntniß verschiedener fester und flüssiger thierischer Substanzen
Person:
John, J. F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14535/2/
Selii/s und Thavifon bewiefen feyn fol]le, liof.s ich 
eine Quantität deflelbén, den ich Morgens, vordem 
Genuffe von Speifen und nach forgfiiltiger Reinigung 
des Mundes, aufgefangen hatte, eintrocknen und auf 
den Rückhand fehr verdünnte Salpeterfäure wirken. 
Die filtrirte Fiiiffigkeit gab mit Ammonium einen Nie- 
derfchlag des phosphorfauren Kalks. 
Eine andere Quantität wurde eingeäfchert. Der 
Rückhand eben fo behandelt, gab daffelbe Kalkfalz. 
Da der Mundfpcichel immer alkafifche Eigenfchaf- 
ten befitzt, fo verfteht es fich von felbft, tlafs in der 
klaren filtrirten Fiiiffigkeit diefe fchwerauflösliche Ver¬ 
bindung nicht enthalten feyn könne, fondera dafs fie 
vorzüglich nur in dem geronnenen albuminüfen Mucus, 
welcher den Schaum verurfacht, vorhanden fey. 
2. Chemifche Unterfiiehung des Liquor Hydro- 
ccphäli uitcrni eines Kindes. 
Die Farbe der Fiiiffigkeit war röthlich ; das fpecifi- 
fche Gewicht ~ i,c2. 
Beim Erhitzen einer Unze fchieden fich zwei Gran 
hellbrauner, aufgequollener, geronnener Flocken ab. 
Die durch Filtration davon abgefonderte Fiiiffigkeit rea- 
girte ungemein fchwacn alkalifeh und gab, nachdem fie 
mit etwas Salpeterfäure verbunden war, mit Silberauf- 
löfung einen käfeartigen und mit falzfaurem Baryt ei¬ 
nen pulvrigen, in Salpeterfäure unauflöslichen Nieder- 
fchlag. Weingeift trübte die concentrirte Fiiiffigkeit 
nicht. Nach Verdunftung hinterliefs iie eine exlractar- 
tige Maffe mit Spuren falz-und fchwefelfauren Alkalis. 
Diefe Salze lüfte Waffer auch ans der Afcbe der 
eingedickten Fiftffmkeit und des verbrannten Extracts 
auf. Hiebei verblieb eine Spur weifser Rückhand, der 
{ich in einem Tropfen Salpeterfäure auflüfte, und io-
        

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