Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die ersten Spuren des Knochensystems und die Entwicklung der Wirbelsäule in den Thieren
Person:
Schultze, C. A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14531/61/
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bei den Fifchen und Säugethieren ähnlich ift, indem die 
Vordere und hintere Fläche jedes Wirbels ausgehöhlt 
ift. ln der dadurch entftehenden Zwilchen wir bei höhle 
befindet fich ein freier Knorpelring. Die Gelenkfort- 
J'&tze bedecken fich von vorn nach hinten, doch wei¬ 
chen fie von der horizontalen Richtung ab. Die Dornfort- 
/ätze find meift weit beträchtlicher als bei den Ophidiern ; 
b'èfonders im Schwanztheil der Wirbelfäule, Die obe¬ 
ren fehlen nie; auch finde ich die Unteren, bei allen 
Skeletten die ich vergleichen kann, fowohl in den vor- 
derften Wirbeln unmittelbar an den Körpern, als in 
den Schwanzwirbeln auf den unteren Rögen fitzend. 
Diele find hier wie bei den Blindfchleichen beweglich 
mit den Wirbeln verbünden, und fitzen nach Cuvier *) 
bei allen Sauriern auf der Verbindungsftelie von zwei 
Wirbeln, aufser beiTu/nnatnbis, wo die Gelenkflächen fich 
auf je einem Wirbel befinden. Inden letzten Schwanzwir¬ 
beln verlieren fich die oberen und unteren Bögen, fo wie 
überhaupt alle Fortfätze aufser den Gelenkfortfätzen, zu¬ 
letzt auch 'diefe, und dies um fo früher, je länger der 
Schwanz ift. In der GattungBaß/iscus findnach Cuvier 3) 
die oberenDornfortfätze der letzten Rücken-und erften 
Schwanz-Wirbel fo verlängert, dafs fie wie Floffenftrahlen 
den hohen Kamm uriterftützen, und ihn noch überragen. 
Daflelbe findet bei einigen Arten der Gattung Anotius 
Statt, doch hier nur in der vordem Hälfte der Schwanz¬ 
wirbel. Es ift dies eine merkwürdige Fifchähnlichkeit. 
Die Querfortfütze entfpringen in den Rückenwirbeln 
immer am vordem Ende des Wirbels,und findfehr kurz; 
ftärker find fie in den Lenden-, Kreuz-und vorderften 
Schwanzwirbeln entwickelt. Das Kreuzbein befteht 
j) Sur le grand animal foffile de Maeftriclit, Annales du JVIH. 
fçum T. XII. S. 166. 
*) Le Règne animal. T. II. S. 3
    

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