Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die ersten Spuren des Knochensystems und die Entwicklung der Wirbelsäule in den Thieren
Person:
Schultze, C. A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14531/12/
gig fuft gleichförmig bis an das Schlufsftück, oder we- 
nigftens bis nahe an das Ende der Wirbelfäule reichen, 
cliefa neifsen gewöhnlich ausfchliefsend Wirbelbögen, 
jene, wo fie Athinungsorgan und Darmkänal umfchlie- 
fsen, Kippen oder Querfartfätze ; wo blofs der Gefäfs- 
ftamm in ihnen verläuft, untere Wirbelbögen. Diefe 
unteren und alle oberen tragen in der Regel da, wo fich 
ihre beiden Schenkel vereinigen, Donijörtfätze, die 
den Muskeln zum Anfatz dienen. Uebernaupt wird 
nur die allgemeine Grundgeftalt der beiden Kanäle durch 
die Eingeweide, fait alle Form Veränderung aber, auch 
bei der Wirbelfäule, durch die verfchiedenen Bewegungs¬ 
arten beftimmt. 
An den oben erwähnten Concentrationsftellen der 
untern Bögen bilden fich diefe zu freien Bewegungsor¬ 
ganen, Güedmaafsen aus, die in das zur Bewegung die¬ 
nende Medium hinausreichen, und nacli feiner Verfchie- 
denheit verfchiedene Geftalt annehmen. Nach diefen 
Concentrationsftellen theilt man die ganze Wirbelfäule 
in mehrere Abfchnitte, deren Benennung aber, da fie 
vom Menfchen entlehnt find, natürlich nur da gelten 
kann, wo die Gliedmaafsen völlig entwickelt find, und 
ein Weehfei von Mangel und ftärkerer Entwickelung 
der Rügen Statt findet. Man unterfeheidet daher die ganz 
rippenlofen Halswirbel *) von den Rippen tragenden 
1} Gewöhnlich nimmt man bei den hohem Reptilien und Vö¬ 
geln denjenigen als er ft en Jiuckcnwirbel an , deffen Pvippen 
lieh zuerft mit dem Bruftbein verbinden. Da dies aber für 
die Wirbel felbft gar kein Unterfeheid nngszeichen giebt, und 
z.B.bei dem Krokodil nicht einmal durchgeführt ift, (indem 
liier die beiden letzten, mit freie», vor dem Bruftbein lie¬ 
genden , Rippen verfebenen Wirbel zu den Rückenwirbeln 
gezählt werden) fo glaube ich mit Recht alle Wirbel, wel¬ 
che Rippen tragen, (wenn diefe auch vor dem Bruftbein 
liegen) Rückenwirbel nennen zu können.
        

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