Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
J. Spiller: An experiment in colour-blindness. Rep. of the Brit. Ass. for 1889, S. 518-519. Photogr. news 1889, Sept. 20
Person:
König, Arthur
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14419/1/
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Litter aturbericht. 
wartig von den meisten Lehrbüchern angenommenen Darstellungsart 
dunkel bleiben müssen. 
Möge Hütchens’ „Abhandlung über das Licht“ recht viele Leser finden ! 
Arthub König. 
L. Leplat. Un instrument pour contrôler l’orientation des verres cylin¬ 
driques. Arch. d’Ophthalm. X. S. 26—36. 
Der Verfasser beschreibt eine Vorrichtung, um schnell und genau 
die Axen cylindrischer und kombinierter Gläser aufzufinden. Sein 
„Aximètre“ besteht aus einem geteilten King, der auf einem Fufse steht 
und nach einem kleinen Lot senkrecht gerichtet werden kann. In dem 
Kinge dreht sich ein zweiter, mit Zeiger, Brillenfassungen und einem 
Arm, der Kneifer und Brillen festhält, ausgestattet. Um ein Glas zu 
bestimmen, befestigt man es an diesem Arm, kompensiert nötigenfalls 
die sphärische Refraktion zum Teil und visiert durch das Glas nach 
einer entfernten Lotlinie (Fensterrahmen). Man dreht nun den Arm, 
bis die Ablenkung dieser Lotlinie verschwindet, was bekanntlich bei 
wagerechter und senkrechter Axe stattfindet, und kann alsdann die Axen- 
stellung ablesen. Ziemlich umständliche Vorschriften zur Behandlung 
der einzelnen Kombinationen und zur Unterscheidung der Axe von der 
Gegenaxe fügt der Verfasser hinzu. Cl. du Bois-Keymond. 
J. Spiller. An experiment in colour-blindness. Rep. of the Brit. Ass. 
for 1889, S. 518—519. — Photogr. News 1889, Sept. 20. 
Der Verfasser, welcher ein normales Farbensystem besitzt, nahm in 
nüchternem Zustande l1/» Gran (= 0.09 Gramm) Santonin und beobachtete 
dann bereits 5 Minuten später eine zarte bläulich-grüne Färbung an 
weifsen Gegenständen. Am Spektrum waren nur „kaum wahrnehmbare 
Veränderungen“ zu sehen. Diese Beobachtungen stehen im Widerspruch 
mit allen ähnlichen bisher gemachten, indem stets eine grünlich-gelbe 
Färbung wahrgenommen wurde. Der Referent, der mehrfach derartige 
Versuche (bis zu 0.4 Gramm santoninsaures Natron) an sich selbst ge¬ 
macht, bestimmte den Ton dieser Färbung als zwischen den Wellenlängen 
570.— und 573.7 fifi liegend. Arthdr König. 
K. Hirschberger. Binokulares Gesichtsfeld Schielender. (Vortrag, gehalten 
in der Gesellsch. f. Morphologie u. Physiologie in München.) Münch, 
med. Wochenschr., 1890, No. 10. 
Albrecht von Graefe glaubte an die einfache Unterdrückung des 
Schieibildes, aus der die Amblyopie ungezwungen sich erklärt, während 
Schweigger gerade letztere für angeboren und die Ursache des Schielens 
erklärte. H. prüfte am Perimeter das binokulare Gesichtsfeld Schielender 
mit einem farbigen Objekt, wobei er das fixierende Auge mit einem 
komplementär gefärbten Glase versah. Durch dieses einfache Mittel 
konnte er die mit jedem Auge gesehenen Gebiete trennen ; das schielende 
Auge sah die Farbe, das fixierende Schwarz. So entdeckte er die neue 
und sehr merkwürdige Erscheinung, dafs wirklich Exklusion stattfindet, 
an welcher jedoch beide Augen Anteil haben. Bei einer Divergenz von 
35* z. B. fand er eine scharfe und ganz feststehende Grenze im Horizont, 
ungefähr in der Mitte zwischen den beiden fixierten Punkten. In dem
        

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