Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dauer und Umfang des Fettstromes durch den Brustgang nach Fettgenuß
Person:
Zawilski
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit1434/1/
Dauer und Umfaug des Fettstromes durch den 
Brustgang nach Fettgenuss 
von 
Dr. Zawilski. 
Keinem Zweifel kann es unterliegen, dass ein Antheil 
des mit der Nahrung aufgenommenen Stearins, Palmitins und 
Oleïns im emulgirlen Zustande durch den ductus thoracicus in 
das Blut gelangt; hiervon überzeugt uns die mikroskopische 
Untersuchung der Darmschleimhaut, die chemische Analyse des 
Chylus und Blutes eines jeden in Fettverdauung begriffenen 
Thieres. Fraglich bleibt es dagegen, ob die gesammte Masse 
der Fette, welche der Verdauung anheimfallt, auf demselben 
Wege aus dem Darmrohr verschwinde, oder ob nicht ein Theil 
derselben auf eine andere Weise zur Resorption gelange. So 
nahm man u A. bis vor Kurzem an der Behauptung keinen An- 
sloss, dass ein beträchtlicher Theil des genossenen Fettes, nach¬ 
dem es vorher in eine löslicbeNalronverbindung verwandelt sei, 
durch Diffusion in das Blut gelange. Indess hat diese Vor¬ 
stellung durch die Untersuchungen von Rührig*) und Drechsel 
ein Bedeutendes an ihrer Glaubwürdigkeit verloren ; die feiten 
Sauren, welche in den Darm gebracht oder in ihm aus den 
Glycerinverbindungen frei werden, können sich zwar dort 
verseifen, da sie die kohlensauren Alkalien zerlegen, aber die 
entstandenen Seifen können in dem Blute, wenn sie auch dahin 
als solche übertreten, nicht bestehen, weil sie von dem Kalk, 
der im Plasma vorhanden ist, zersetzt werden müssten. Da nun 
*) Arbeiten aus d. physiolog. Anstalt zu Leipzig. Jalirg. 1875. 
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