Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
O. Flügel: Zur Lehre vom Willen. Zeitschrift für exakte Philosophie, Band 18, 1890, H. 1, S. 30-67
Person:
Münsterberg, Hugo
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14314/3/
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iÄtteraturbericht. 
einander fallen würden, wenn sie nicht von einem Willen zusammen¬ 
gehalten würden; im Gegenteil beweisen die vielen Verwechselungen 
und Verallgemeinerungen, dafs die Vorstellungen von Natur einheitlich 
zusammenfliefsen und oft erst der Wille sie auseinanderhält. 
Es läfst sich nicht leugnen, dafs die psychologische Erfahrung im 
allgemeinen für Flügel gegen Külpe spricht; nur darf diese Zustimmung 
zur empirischen Willensanalyse nicht ausgedehnt werden auf die theo¬ 
retischen Grundvoraussetzungen, mit denen Herbart sie verknüpft hat 
und für die nun auch Flügel wieder eintritt. Schon durch die Forde¬ 
rung nach psycho-physischem Verständnis werden diese beseitigt, denn 
darin täuscht sich Flügel: für eine wissenschaftlich konsequente Psycho- 
physik ist Herbarts Realienmetaphysik genau so unfruchtbar wie die 
Apperceptionsmetaphysik von Külpe. 
Münsterberg (Freiburg i. Br.).
        

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