Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Prompt: Remarques sur la sensation du relief d'après une intéressante illusion d'optique. Archives de Physiol. I, S. 59-67, 1890
Person:
Ebbinghaus, Hermann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14269/1/
Litteraturbericht. 
Wellenlänge 
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660 
1.92 
1.03 
0.28 
— 
— 
645 „ 
2.09 
1.41 
0.77 
0.28 
0.16 
620 „ 
2.12 
1.66 
0.96 
0.45 
0.33 
605 „ 
2.16 
1.71 
1.04 
0.47 
0.39 
590 „ 
2.17 
1.74 
1.02 
0.43 
0.40 
575 „ 
2.17 
1.73 
0.98 
0.37 
0.41 
560 „ 
2.13 
1.65 
0.89 
0.33 
— 
545 „ 
2.09 
1.54 
0.74 
0.28 
0.35 
525 „ 
2,02 
1.40 
0.48 
0.20 
0.23 
505 „ 
1.88 
1.11 
0.34 
— 
0.17 
490 „ 
1.66 
0.87 
0.20 
— 
— 
470 „ 
1.38 
0.53 
— 
— 
— 
450 „ 
1.17 
0.32 
— 
— 
— 
430 „ 
0.89 
— 
— 
— 
— 
Zwei Kurventafeln, in denen die erhaltenen Werte graphisch ein¬ 
getragen sind, veranschaulichen die Ergebnisse in sehr übersichtlicher 
Weise. Aufser der Darstellung der eigenen Versuche giebt der Verfasser 
an mehreren Stellen auch noch kurze historische Rückblicke auf das 
vor ihm von andern Beobachtern auf demselben oder benachbarten Ge¬ 
biete Gefundene. Akthur König, 
Prompt. Remarques sur la sensation du relief d’après une intéressante 
illusion d’optique. Archives de Physiol. 1890 (I). S. 59—67. 
Die neuhergesteilte (gegen Westen gerichtete) Fassade des Doms 
von Florenz trägt als Bekrönung eine Balustrade, wie der ganze Bau 
aus weifsem Marmor, in welcher zur Verzierung rosettenartige Figuren 
ausgeschnitten sind. An diesen beobachtet Verfasser folgende Täuschung. 
Stellt man sich am Nachmittage so, dafs man durch die Rosetten 
hindurch den dahinter liegenden blauen Himmel erblickt, so ist es 
unmöglich, anschaulich zu sehen, dafs man es mit Löchern zu thun 
hat. Man kann natürlich in abstracto diese Vorstellung festhalten, 
aber der sinnliche Anblick ist der einer soliden Balustrade, in welche 
blaue Mosaiken eingesetzt sind, die mit dem weifsen Grunde in einer 
Ebene liegen. Beobachtet man dagegen am Vormittage, so ist die Illu¬ 
sion verschwunden und schlechterdings nicht wiederzugewinnen; man 
sieht jetzt ebenso anschaulich eine durchbrochene Balustrade vor dem 
entfernteren Himmelsgrunde. Als Ursache der Erscheinung erkennt Ver¬ 
fasser zunächst die verschiedenen Helligkeitsverhältnisse. Der Beschauer 
sieht von Westen gegen den Osthimmel. Am Vormittage ist dieser 
relativ hell und weifslich-blau, während die Domfront im Schatten liegt; 
am Nachmittage empfängt die Fassade direktes Sonnenlicht und der Ost¬ 
himmel ist relativ dunkel. Solche Helligkeitsverschiedenheiten aber 
sind, wie Verfasser unter Bezugnahme auf eine früher von ihm aufge
        

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