Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Metamorphose des Darmkanals der Insekten: Journal de physique etc., Tom. 86, 1818, p. 130 ff.
Person:
Dütrochet
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14231/8/
a) erfter, fehr weiter, gerader Magen; c) zweiter, 
gekrümmter, kleinerer; 6) langer dünner Darm, an 
deffen Anfänge lieh vier fehr lange Gallengefäfse finden, 
die vielfach gewunden, am Darme liegen, und lieh, 
anaftomolirend, und fo einen Kreis bildend, an derfelben 
Stelle endigen; c) weiter Blinddarm mit einem blinden 
Anhänge u ; r) kurzer Maftdarm; d) After zwilchen den 
refpirirenden Schwanzanhängen, die zu den grofsen 
Trachäenftämmen führen. Mit Beftimmtheit kann ich 
Ta"en, dafs ich blol's bei diefer Larve keine freie, innere 
Mtwenhaut fand. Der Darmkanal des vollkommnen In¬ 
fekts bietet keine bedeutenden Verfchiedenbeiten dar. 
S Firn 25» a) Weite Speiferöhre; b) erfter, dünnhäuti- 
rrer- c) zweiter, oder Fleifchmagen mit zehn harten Horn- 
platten ; d) dritter Magen, der äufserlich überall mit, 
unftreitig abfondernden feinen Zotten befetzt ift, die 
neu entftandne obere Gallengefäfse find. /) Zwölf- 
finoerdarm, an deffen Ende vier Larvengallengefäfse ; 
k) Dünndarm ; i) Blinddarm mit kurzem Anhänge ; 0) Maft¬ 
darm. Der Darmkanal des vollkommnen Infekts unter- 
fcheidet fich von dem der Larve vorzüglich nur durch 
die Zahl und Bildung der Mägen. Die Veränderungen 
„efchehen folgendermafsen. Die Larve bleibt IO Tage in 
der Erde, ehe lie ihre Haut abwirft. Unterdefs ändert 
fielt ihr Bau wenig. Der Darm verkleinert lieh nur, 
verändert aber feine Geftalt nicht. Kopf und Kauwerk¬ 
zeuge treten allmählich aus den harten gleichnamigen 
Theben der Larve, deren Haut lieh endlich auf dem 
Kücken fpaltet. Hierauf tritt die Puppe oder das voll- 
kommne, nur noch fehr weichhämige, und blofs mit 
Rudimenten von Flügeln und Flügeldecken verliehene In¬ 
fekt hervor. Der Darm hat diefelbe Form als vorher, 
nur ift er kleiner und ganz leer. Die beiden feitlichen 
Trachäenkürper lind platt und luftleer. Zehn Tage nach¬ 
dem die Puppe die Larvenhaut abgeftofsen hat, erfcheint 
der Fleifchmagen äufserlich, aber noch ohne Platten, und 
blofs durch eine Einfehnüvung im untern Theile des erften 
Larvenmagens. Der zweite Magen der Larve, der zum 
dritten des Käfers wird, erfcheint an der Oberfläche leicht 
oezottet. Alle diefe Theile lind leer, nur der dicke Dann 
enthält etwas fchwarze Subftanz, vermuthlich Galle. Die 
' beiden
        

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