Bauhaus-Universität Weimar

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einem indifclien Stamme Macouclii, die durch die Be¬ 
reitung des Wourali bekannt ift, im Innern von Efi'e- 
quebo erfahren hat. Zufolge diefer Beftimmung ift der 
Hauptbeftandtheil deffelben „die Liane Wourali, welche 
„in den Wäldern von Demerara und Effequebo wächft ; 
„ferner werden dazu noch zwei unbekannte Wurzeln 
,, von bit term Gefehmack, und die mit einem klebrigen, 
„ blafsgriinen Safte angefüllten Stengel zweier Arten 
„von Zwiebelgewächfen (bulbous plants), die wegen 
„ihrer Seltenheit fchwer zu erhalten find, benutzt. 
„Aufserdem werden dazu noch thierifche Theile ange- 
„wandt, nämlich: 
1) „Zwei Arten von Ameifen, wovon die eine 
„fahr grofs und fchwarz gefärbt, und fo giftig ift, 
„ dals ihr Stich Fieber veruriacht, die andre ein glän- 
„zenrl rothes Infekt ift, das ein Neft bewohnt, welches 
„.fie lieh aus dem Laub eines befondern Strauches macht, 
„und deren Stich die Wirkung von den Neffein hat.“ 
2) „Die Fangzähne der Lcibarrie und C'ounacochie- 
„ Schlangen, welche daher die Indianer, wenn fie irgend 
„ eine folche Schlange tödten, ausziehen, trocknen 
„ und zu Pulver ftofsen.“ 
,, Die Bereitung ift folgende. Die Zweige der 
„Liane und die bittern Wurzeln werden zuerft fein ge- 
„ fchabt, und in einen Durchfcblag aus Blättern über 
„einem neuen irdenen Topf gebracht, und mit einer 
„hinlänglichen Menge von Waffer übergoffen. Die 
„durchdringende Fliiffigkeit hat die Farbe und grofse 
„ Aehnlichkeit mit einem Barken Kaffee. Dann wer- 
,, den die Stengel der Zwiebelgewächle zerquetfeht, und 
„ihr Saft mit den Händen in das irdene Gefäfs ausge- 
„ drückt; nachher werden diuFangzähae der Schlangen, 
„die Ameifen und Pfeffer zufammen zerftofsen, und 
„der Fiülfigkeit zugefetzt, alles über gelindes Feuer 
„ gebracht, und zu einem dicken dunkelbraunen Saft
        

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