Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die kleinsten wahrnehmbaren Gesichtswinkel in den verschiedenen Teilen des Spektrums
Person:
Uhthoff, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14193/2/
156 
W. Uhthoff. 
Wissensch. zu Leipzig, mathemat.-physikal. Klasse, 1852), wo 
Th. Weber und mehrere andere Untersuchungen mit paral¬ 
lelen schwarzen Linien mit gleich breiten weifsen Zwischen¬ 
räumen anstellten, von C. Bergmann („Anatomisches und Physio¬ 
logisches über die Netzhaut des Augesu, Zeitschr. für rat. Medic. 
von Henle und Pfeuffer, 3. Reihe, Bd. II., 1858, pag. 83—108) 
mit parallelen Linien mit gleichbreiten Zwischenräumen, von 
Helmholtz („Physiol. Optik“, I. Auflage), von Hirschmann (dito), 
mit feinem Drahtgitter, Drähte und Zwischenräume gleich breitr 
von Aubert („Physiol. Optik“, Handb. d. ges. Augenheilk. von 
Graefe und Saemisch) für weifse und schwarze Quadrate, von C. 
du Bois-Reymond („Seheinheit und kleinster Sehwinkel“, v. Graefes 
Arch. XXXII., Heft 3. 1886) mit siebförmig, regelmäfsig durch¬ 
löchertem Stanniolblatt von Werthheim („ Uber die Zahl der 
Seheinheiten im mittleren Teile der Netzhaut14, v. Graefes Arch, 
f. Ophthalm., XXXIII., Abt. 2). Derselbe benutzte die ana¬ 
loge Untersuchungsvorrichtung wie C. du Bois-Reymond, 
prüfte auch excentrische Xetzhautpartien und ebenso in ver¬ 
schiedenfarbigem, wenn auch nicht spektralem Lichte. Die 
Resultate dieser Untersuchungen finden sich zum grofsen Teil 
tabellarisch geordnet in der 2. Auflage von Helmholtz’ Physiol. 
Optik zusammengestellt und ergeben abgesehen von einigen 
Versuchsresultaten doch im ganzen übereinstimmende, wenn 
auch je nach der individuellen Beschaffenheit des untersuchten 
normalen Auges, etwas voneinander abweichende Resultate. 
Auch die Rückschlüsse verschiedener Autoren aus diesen Ver¬ 
suchen auf die Zahl und Gröfse der Zapfen im Netzhautcentrum 
stehen in ziemlichem Einklang mit den anatomischen Unter¬ 
suchungen über die Gröfse der perzipierenden Elemente 
(Koelliker, M. Schultze, H. Müller, Welcher u. a.) und über 
die Anzahl derselben in der Netzhautgrube (F. Salzer: Sitz- 
Bericht d. K. Akadem. d. Wissensch. in Wien, LXXXL, 3. Abt. 
1880, Januarheft.). 
In Anschlufs nun an meine früheren Untersuchungen über 
das Verhalten der Sehschärfe bei verschiedenen Beleuchtungs¬ 
intensitäten und den verschiedenen Wellenlängen im Spektrum 
(v. Graefes Arch. f. Ophthalm., XXXII. pag. 171 u. XXXVI., 
Heft 1) trat an mich noch die Aufgabe heran, mit möglichster 
Schärfe den kleinsten Gesichtswinkel in den verschiedenen 
Teilen des Spektrums zu bestimmen und diese Werte unter-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.