Bauhaus-Universität Weimar

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Bei den Lcindfchildkröten ift die Bildung weit un- 
yollkommner als bei den Seefchildkröten. Die Luft¬ 
röhre verläuft in beiden in gerader Richtung durch die 
ganze Länge der Lunge, nicht weit von ihrem Innern, 
hintern Rande entfernt, ohne bedeutend an Weite ab- 
zunehnien. Dicht unterhalb ihres Eintrittes rücken die 
x Knorpelringe bei der griechifehen Schildkröte weiter 
aus einander, bleiben aber bis etwas unterhalb der Mil te 
regelmäfsig, von hier an werden fre unregehnäfsig und 
mehr netzförmig. Von dein intiern Theiie ihres Uni* 
'fangs gehen von oben nach unten in ungefähr gleichen 
Entfernungen fünf bis fechs länglichrunde, fehr weite 
Oeffnungen in eben fo viele völlig von einander abge¬ 
sonderte, kleine, nach innen und hinten vorfpringenda 
Säckchen, vom äufsern, genau zwilchen jenen, eben 
fb viele von ungefähr gleicher Gröfse, die lieh in ähn¬ 
liche kleine Säcke, und von diefen durch mehr oder 
weniger weite Oeffnungen in weit gröfsere, quere, faft ' 
die ganze Breite der Lunge einnehmende, öffnen. Auch 
diefè find unter einander und von den erfterwähnten 
durch Zwifchenwände vollkommen getrennt. Alle 
find, wie gewöhnlich, durch Hervorragungen, welche 
angleichfeitig vieleckige Räume einfchliefsen , ungleich. 
Die Anordnung ift in allen Gegenden der Lur.ge ge¬ 
nau diefeibe. 
Weit zufammengefetzter ift der Bau der Meerfchild- 
krötenlunge. Der Luftröhrenaft, welcher diefeibe Lage 
hat, ift verhältnifsmäfsig zur Lunge viel enger, befteht 
aus einer weit gröfsern Anzahl von Knorpelringen, und 
ftatt ungefähr zwölf verhältnifsmäfsig fehr weiten Oeff¬ 
nungen, durch welche er bei den Landfchildkröten in 
der That zerrißen wird, finden fich hierfechzig ver¬ 
hältnifsmäfsig weit kleinere, von denen zwanzig grof-ere 
unregelmäfsig paarweife, die übrigen, viel kleinern, 
zwifchen diefen ohne bei'tiaimte Ordnung ftehen. Alle
        

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