Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die einsaugenden und aushauchenden Gefäße, und die Krankheiten, welche von einer Abnormität derselben, oder der in ihnen enthaltenen Flüssigkeiten, oder endlich diesen beiden Ursachen zusammen entstehen können: Aus den Ann. de. Chimie, T. 90, p. 185-195, T. 92, p. 33-51
Person:
Seguin, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14140/8/
löfung von Sublimat aus zehn Pfund Waffer und zwei 
Drachmen Sublimat, wog das Gefäfs, brachte in daffelbö 
den ganzen Theil meines Armes , der bei dem Verfuch 
mit der undurchdringlichen Bekleidung mit der Luft in 
Berührung gewefen war, und klebte den Taffetärmel an 
fein oberes linde an. 
Am Ende des mögliclift lange fortgefetzten Verfuches 
wurde der Arm ftark gekratzt, um l'o wenig Waffer als 
möglich daran zu laffen. Hierauf wog ich zuerft mich, 
um zu fehen , oh der Gewichtsverluft verliältnifsmäfsig 
eben fo grofs gewefen ley, darauf das Glasgefäfs, und 
fand fo , was es verloren oder gewonnen hatte. Hierauf 
gofs ich eine fehr verdünnte Auflöfung von kauftifchem 
Kali in eine gegebne Menge von einer, der erften ähnli¬ 
chen Subbmatauflöfung, und mittelte dadurch die Menge 
von Kali aus, welche zur vollftändigen Niederfchlagung 
einer beftimmten, in meiner Sublimatauflöfung enthalt- 
lien riueckfilbermenge erfordert wird. Indem ich nun daf- 
felbeAlkali in die Sublimatanflöfunggofs, worein ichmei- 
nen Arm getaucht halte, fchlofs ich aus dem Gewicht des, 
zur vollftändigen Niederfchlagung des Quecklilbers ange¬ 
wandten Alkali’s auf die in der FlülTigkeit übriggebliebene 
Menge von Sublimat, mithin die Menge diefes Salzes, 
welche verfchwunden feyn konnte. 
Bei dem elften Veifuche diefer Art blieb ich I St. 
5 Minuten im Bade, bemerkte aber eine fo geringe Ver¬ 
minderung des Sublimats, dafs fie von den kleinen Irrun¬ 
gen herrühren konnte, denen auch die genaueften Ver¬ 
buche unterworfen lind. 
Entfclieidendere Refultate konnte ich nur dadurch 
erhalten, dafs ich den Arm mehrmals in diefelbe Auf- 
löfung tauchte, und das Alkali erft zugofs, nachdem ich 
die , meiner Meinung nach erforderliche Menge von Bä¬ 
dern genommen hatte. 
Mehrere diefer Verfuche wurden I4Tage lang fortge¬ 
fetzt, und jedesmal bis auf 3 Stunden verlängert. Die 
Sublimatauflöfung beftand aus 2 Dr. Sublimat in IO Pfund 
Waffer, und wurde während jedes Verfuches auf der be¬ 
liebigen Temperatur erhalten. Aus der Mittelzahl von 
II Verfuclien ergiebt lieh Folgendes :
        

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