Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die thierische Wärme: Aus den Annales de chimie et de physiques, T. IV, 1817
Person:
Le Gallois
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14119/5/
Die Kefultate der drei Verfuche ff an den mit den 
fr ühern im geraden Gegenfatz, nur war die Verfcliieden- 
lieit zwifchen dem Luftverbrauch des freien und des ange- 
bundnen Tliieres lange nicht fo bedeutend , und doch 
fchlenen uns die Thatlachen defLo ücherer, da wir, aus 
Furcht vor Verfehen bei dem Ga.smeffen, uns der endio- 
metnCehen Analyfe durch Hydrogen zur Prüfung bedient 
hatten. Die Haupturfache diefer Verfchiedenheit konnte 
eine bedeutende Erhöhung der atmofphüfifchen Tempe¬ 
ratur, von 8— TO° Centigr. auf 15 — 19° feyn, indem 
aufserdem in jeder Hiniicht die vollkommenfte Gleich¬ 
heit Statt gefunden hatte. 
Ein andrer , wahrfcheinlich auch von der Tempera- 
turverfchiedenh eit abhängiger Umftand warder, dafs bei 
den erften Verhieben die angebuudnen Thiere, wenn lie 
hervorgezogen wurden , fehr erfchüpft und fchwach wa¬ 
ren , hei den zweiten dagegen nicht, wenighens nicht in 
fo hohem Grade. 
Hiernach fcheint ein Kaninchen bei hoher Tempera¬ 
tur, wo nicht immer, doch oft, etwas mehr Oxygen ?;u 
verbrauchen, wenn das Athmen erfchwert, als wenn es 
frei ih. Um zu fehen, ob es lieh bei andern Arten eben 
fo verhielt, wurden 2 Katzen von 20 Tagen, die unge¬ 
fähr 290 Grammen wogen, nach einander mit derfelben 
Luftmenge und diefelbe Zeitlang als die Kaninchen unter 
die Glocken gebracht. Die eine verzehrte, frei, 1952,2 
Culiikconlimeter am andern Tage angebunden 1595,2 ; 
die andre, frei 1922,4Cubikc. ; angebunden 1414,2. Die 
Temperatur der Atmofpliäre war 15 — 19°. Die Katzen 
fchienen fielt daher felbft bei etwas hoher Temperatur fo 
zu verhalten wie die Kaninchen bei niedrer. 
Da diefe Verfuche den Zweck hatten, den Grad der 
Erkaltung eines angebuudnen Tliieres mit der verbrauch¬ 
ten Oxygenmenge zu vergleichen, fo fiel mir ein, dafs 
die Erkaltung vielleicht nicht in allen Fällen Statt finde, 
und dafs es lieh damit wohl wie mit der Oxygen Verzeh¬ 
rung verhalten könne. Diefe Urfache der Erkaltung 
hatte ich am Ende des Winters, bei hoehftens 90 bemerkt, 
allein, wenn fie vielleicht bei einer Löhern Temperatur 
nicht bei allen Thierarten eintrat, fo war cs möglich, 
dafs die vetfcliiedncn vorhin erzählten Piefuhate, wenig-
        

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