Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die thierische Wärme: Aus den Annales de chimie et de physiques, T. IV, 1817
Person:
Le Gallois
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14119/3/
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Die Verbuche wurden anfangs mit 30 — 40 Tag« 
alten Kaninchen und unter der pneumatifchen WafCer. 
wanne angeftellt, jedes Thier beftändig einem doppelten 
Verfuche unterworfen, einmal völlig frei unter die Glocke 
gefetzt, das andre Mal auf dem Rücken ausgeftreckt und 
an allen vier Füfsen an ein Bret geheftet. Gewöhnlich 
verfloffen zwifchen beiden Verbuchen nur 2 Tage, und 
ablichtlich wurde der Anfang bald mit dem einen, bald 
mit dem andern gemacht. Die mit Waffer angefiillte 
Glocke wurde auf die Platte der Wanne geheilt und eilte 
gläferne Flafcbe mit enger Mündung und eingeriebenem 
Stöpfel al« Vifirmaafs angewandt. Die Flafche wurde ver- 
fcbloffen zweimal in das Waffer der Wanne getaucht, 
dann alle in ihr enthaltne Luft in die Glocke treten ge¬ 
laffen. Die fo erhabne, und miner angewandte Luft* 
menge betrug 14,890 Cubikcentimeter. Hierauf wurde 
durch das Waffer eine kleine, daffelbe überragende Holz- 
ftütze, und auf diefer das Thier, gleichfalls durch das 
Waffer, bald frei, bald angebunden, unter die Glocke 
gebracht. Nach drei Stunden wurden beide durch das 
Waffer herausgenommen, dann die Glocke fenkreebt bis 
zum gänzlichen Eintauchen des lie fchliefsenden Hahnes 
in die Wanne gefenkt, hierauf die Flafche erft mit Waf¬ 
fer angefüllt, dann ihre Mündung auf den Halm der 
Glocke gefetzt, und fo allmählich die Luft aus der letztem 
übergeführt. Jedesmal wurde die Flafche genau verfchlof- 
fen, und die Luft und das kalte Waffer, welche darin 
enthalten waren, heftig unter einander gefchüttelt. Dies 
wurde fo lange iortgefelzt, bis das Vifirmaafs faftganz mit 
der in der Glocke enthaltnen Luft angefüllt war, und nur 
noch eine geringe Menge Waffer enthielt, hierauf der Stand 
desWaffers dem Vifirmaafs und der Wanne gleich gemacht, 
endlich die Flafche vcrfchloffen , um lie aus der Wanne 
zu nehmen, und das Waffer, welches zuletzt noch darin 
enthalten gewefen war, in ein befonderes Gefäfs gedian. 
Auf diefelbe Weife wurde alle, noch in der Glocke befind¬ 
liche Luft in diefeîbe Flalche geführt, und, nachdem auch 
hier beide auf denl’elben Stand gebracht worden waren, 
das noch übrige Waffer zu dem JfoUon bei Seite gefetzten 
gegolten und mit felir genauen Wagen gewogen. Da der 
Barometer - und Tiiermometerftand uiHerdeffon nicht
        

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