Bauhaus-Universität Weimar

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^Ausnahme des Leguans, den Blinddarm ganz ab. Ge¬ 
igen diefe irrige Behauptung führte ich bereits vor meh- 
'•■reren Jahren das Vorkommen des Blinddarms im Dea¬ 
th en an, welchen ich in meiner Monographie diefer 
i Gattung befchrieben und abgebildet habe, und dagegen 
fprecht'ü nun auch folgende von mir angeftellte Unter- 
fuohungen. 
Obgleich Herr Cuvier '}das Dafeyn des Blinddarms 
beim Leguan zuerft dargethan hat, fo hat er jedoch den 
Merkwürdigen inneren Bau diefes Darmftücks nicht an¬ 
gegeben, und daher will ich denfelben hier befchreiben. 
Der von mir zerghe lerte gewöhnliche amorikanifche 
Leguan (Lacerta Iguana L. Iguana tuberculata Laur.1 
War ausgeftreckt von der Srhnapze bis zur Spitze des 
Schwanzes I Fufs und Zoll lang, und von der 
Schnauze bis zur Mündung des Afters 5 Zoll und 
4 Linien. Die Speileröhre, deren innere Haut mehrere 
Längenfal>en bildete, ging allmählich weiter werdend 
in den Magen über. Diefer hatte die Geftalt eines lan¬ 
gen von oben nach unten, oder eigentlich der horizon¬ 
talen Stellung des Thieres nach, von vorn nach hinten, 
enger werdenden Schlauchs, welcher von der linken 
gegen die rechte Seite gekrümmt war. Ein blinder 
Sack war nicht vorhanden. Die Wände des Magens 
waren häutig, wurden jedoch gegen das Pförtnerende 
hin merklich dicker und mu.skulöfer, fo clafs fie am 
Endftiicke des Magens faft eine Linie im Durchmeffer 
hatten. Im untern Theile bildete die Schleimhaut meh¬ 
rere Längenfalten. Da wo der Magen in den dünnen 
Darm überging befand fich ein wahrer Pförtner in Ge¬ 
ftalt einer kleinen kreisförmigen, mit einer Oeffnung 
l) Anat. comparée. T. %. p. 470. Divifion des Inteftins dans 
le reptiles. L’iguana eft le feul des animaux de cette claffe où 
nous avons obfervé un véritable coecum,
        

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