Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einige Versuche über das Athmen: Aus dessen Révison des nouvelles doctrines chimico-physiologiques à Paris, 1814
Person:
Coutanceau
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14098/6/
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bei weitem nicht diefelbe Leichtigkeit, indem nun fchon 
nach 4 — 5 Athemzügen die obigen Zufälle eintraten. 
Doch verfchwanden fie nach etwa viermaligem Athmen. 
von atmofphärifcher Luft. 
Auch hier fanden wir diefelbe Menge Kohlenfäure, 
aber auch immer 0,04 — 0,05 Sauerftoffgas, das aber, 
wegen der Behändigkeit des Verhältniffes und weil 
wir es gleichfalls in nicht geathmetem, aber auf die- 
lelbe Weife behandeltem Stickgas fanden, wohl unftrei- 
tig von den angewandten Handgriffen herrührte, und 
vermuthlich nicht vorhanden gewefen feyn würde, wenn 
das Lungengas fogleich nach dem Ausathmen hätte unter- 
fucht werden können. Nimmt man diele, zwar nicht 
gewiffe, aber doch im höchften Grade wahrfcheinliche 
Erklärung an, fo gelangt man unftreitig mit mir zu dem 
Schluffe, dafs die Kohlenfäure, da lie lieh in den Refpi- 
rationsorganen beim Athmen einer völlig fauerfiofflofen 
Luftart bilden kann, nothwendig ein Erzeugnifs einer 
©rganifchen Thätigkeit der Lunge felbft oder eines ihrer 
Theile ift. 
3. G. Pearfon über die färbende Subftanz 
der Ich Warzen Bronchialdrüfen. (Aus den 
Phil. Transact. 1813. P. II. p. 159 — X71.) 
Die Bronchialdrüfen des erwachfenen Menfchen find 
im Allgemeinen fchwarz oder dunkelblau. Um das 
zwanzigfte Jahr find die Lungen durch fchwarze oder 
dunkelblaue Flecke, Streifen und Punkte, die unmittelbar 
unter dem LungenbruMell und in der ganzen Subftanz 
verbreitet find , gefleckt. Mit dem Alter werden fie im 
Allgemeinen immer dunkler, fo dafs fie nach dem 65iten 
oder yoften Jahre durch den Zufainmenflufs jener Flecke 
itft einförmig fchwarz lind. Ueber die Urfache und das 
Wefen diefer fohwarzen Farbe fehlen , fo viel ich weifs, 
Verfuche. Zwar hat man vermuthet, dafs rufsige, aus 
der Luft aufgenommene Subftatizen die Schwärze der Lun¬ 
gen verurfachen und die der Drüfen in einer eignen 
Abfonderung begründet feyn möge, allein die erfte Mei¬ 
nung hat man durch den Mangel jener Färbung bei Thie- 
ren und die Anwefenheit derfelben bei Menf chen, welche 
M. d. Archiv. III. 3. R
        

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