Bauhaus-Universität Weimar

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Waffer, r^- Theil einer zwifchen der Gallerte nncf 
dem Eiweifsftoffe ftehenden Subftanz, und in Theil 
Faferftoff zerfielen. Die durch die Behandlung mit 
kochendem Waffer erhaltene Gallerte, fo wie das durch 
Weingeift erhaltene Fett lind gé'wifs als Pro lucte anzu- 
fehen. Es gehet diefes aus der Verfchiedenheit der 
Refultate hervor, die lieh zeigte, wenn die Analyfe 
mit Waffer oder Weingeift angefangen wurde, Bei der 
letzteren Behandlung zeigte fich mehr Fett, weil dann 
die fich dem Eiweifsftoffe nähernde Materie noch zu¬ 
gegen war, und nach dem Maafse wie fich der Fettge¬ 
halt vermehrte, verminderten fich die anderen auflös- 
lichen Beftandtheile. Auch fcheint dieMenge des Fettes 
bedingt zu feyn durch die Stärke des Weingeiftes. 
Vom gefunden menfchlichen Gehirn, nach der 
letzten Unterfuchung von Vauquelin, unterfchied fich 
diefe Subftanz durch die Abwefenheit der Salze und des 
Osmazoms, fo wie dadurch, dafs die eiweifsftoffartige 
Materie des gefunden bei diefer in eine mehr gallert¬ 
artige Materie und Faferftoff zerfallen war, welches 
auch fchon ihr häutiges Gewebe vermuthen liefs. Phos¬ 
phor und Schwefel, die Vauquelin. auch unter den nähe¬ 
ren Beftandtheilen angiebt, gehören nicht unter diefe, 
fondern unter die entfernten, was auch deutlich aus 
der Befchreibung der Vauquelin îchen Analyfa felbffe 
hervorgeht. 
X. 
Ueber den Darmkanal der Reptilien. Von 
J. F. Meckel. 
In der Klaffe der Reptilien entwickelt fich durch eine 
Menge der zarteften Uebergänge die Bildung der hohem 
Thierklaffen, und fie îtellt in der That unter allen
        

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