Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bildungsgeschichte des Darmkanals der Säugthiere und namentlich des Menschen
Person:
Meckel, J. F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14076/83/
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{tanz gewiffettmfsen verwebt, gerade wie fie bei keinem 
'Wirbellofen Thiere vorhanden ift, (wenn man nicht die, 
aufser den Gallengefäfsen vorhandnen Blinddärme am 
Magen vieler Infekten dafür anfebn will), entfernt fleh 
hierauf von ihm und zugleich werden dadurch die bei¬ 
den Blätter des Netzes j von einander gedrängt. Noch 
ift kein Quergrimmdarmgekröfe vorhanden. Allmäh¬ 
lich aber rückt der Grimmdarm aufwärts, und, indem 
fich in demfelben Maafse ein Quergrimmdarmgekröfe 
bildet, geht anfänglich das Netz an dem obern Rande 
feines untern Blattes unter einem fpitzen Winkel auf 
die Bauchfpeicheldrüfe über. Allmählich rückt das 
Netz, welches bisher ganz frei war, herab, und fein 
unteres Blatt verwächft von oben nach unten mit dem 
Quergrimmdarmgekröfe, bis es zuletzt den Quergrimm¬ 
darm erreicht, Diefe Verwachfung gefchieht im vierten 
Monat, ift aber noch einige Zeitlang äufserft locker, fo 
dafs das Netz leicht vom Darm und Gekröfe getrennt 
werden kann. Anfangs ift das Netz verhältnilsmäfsig 
weit ftärker, und fefter, als fpäterhin, noch beim rei¬ 
fen Fötus ganz oder faft ganz ohne Fett. 
Schon infofern fehr merkwürdige Entwicklungg- 
Verfchiedenheiten, als auch bei den drei untern Klaffen 
der Wirbelthiere das Netz fehlt *), und die, meines 
Wiffens, noch von niemand angegeben worden find, 
ungeachtet mich vielfältige Unterfuchungen überzeugt 
haben, dafs die angegebne Darftellung nicht auf indi¬ 
viduellen Verfchiedenheiten, fondera wirklich allge¬ 
meinen und feft beftimmten periodifchen Veränderun¬ 
gen beruht. Befonders merkwürdig ift es , dafs, wie 
ich mich durch Unterfuchung des Hundes, der Katze* 
das Igels, des Hamfeers, des Kaninchens, des Pferdes 
l) Cuvitr v*rgl. Anat. Bd. 3. S- 645-
        

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