Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bildungsgeschichte des Darmkanals der Säugthiere und namentlich des Menschen
Person:
Meckel, J. F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14076/76/
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Rande emporfteigt, fo dafs diefe linke Magenabtheilung 
dreigezackt erfcheint. Die mittlere AhtheiJung erfcheint 
in zwei zerfallen, eine linke und eine rechte. Die linke, 
etwas gröfsere und ftärker vori’pringende, nimmt den 
gröfsten linken Theil der Speiferühre auf, und wird 
an der vordem Fläche oben durch eine flache Vertiefung, 
in ihrer untern Hälfte durch einen fehr ftarken Einfchnitt 
von der rechten und der letzten, jetzt vierten Abtheilung 
abgegränzt. Sie hat die Geftalt eines länglich rund¬ 
lichen Beutels. 
Die rechte etwas kleinere Hälfte, jetzt die dritte 
Abtheilung, ift länglich rundlich , nimmt den kleinften 
rechten Theil der Speiferühre auf, und führt von der 
Speiferühre und der zweiten Abtheilung nach unten 
und rechts in die vierte. 
Diefe überragt fie nach rechts etwas, bildet hier 
einen kleinen Blindfack, und fchlägt fich von da aus 
nach oben, wo fie in den Zwülffingerdarm übergeht. 
Auf diefe Weife find nach und nach die vier Mägen 
entftanden. Ob anfänglich der Magen einfach ift, weifs 
ich aus meinen bisherigen Unterfuchungen um fo weni¬ 
ger zu beftimmen, als bei dem früheften Embryo, wo 
ich hierüber etwas beftimmtes erkennen konnte, fchon 
eine doppelte Einfchnürung vorhanden war. Gewifs 
aber ift aus dielen Unterfuchungen, dafs der Wieder¬ 
käuermagen anfangs nicht vierfach, fondern hüchftens 
dreifach ift, der zweite und dritte Magen durch von 
oben nach unten fich bildende Einfchnürungen entftehen, 
dafs die Abtheilungen verhältnifsmäfsig weit weniger 
ftark von einander abgefondert find, dafs der dritte 
Magen lange nicht nur verhältnifsmäfsig, fondern abfo- 
lut viel kleiner als die übrigen, und dafs er weit ein¬ 
facher ift. 
Auf einen Blick ergiebt fich hieraus, dafs der 
Wiederkäuermagen von feinem erften Erfcheinen an
        

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