Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Bau der Athmungswerkzeuge in Thieren, welche zwischen den Fischen und Würmern zu stehen scheinen, und in zwei Geschlechtern der letztern Klasse: Aus den philosoph. Transact., 1815, part. 2, p. 256-264
Person:
Home, E.
PURL:
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menftellung aller verfchiednen Geftalten, welche daffelbe 
Organ in verfchiednen Thieren annimmt, in eine regel* 
mäfsipe Reihe, eine haltbare Grundlage gebildet werden 
kann. Ans diefem Gefichtspunkte ift jedes neue, zu 
diefer Reihe gefügte Glied wichtig, weil der Grund, 
auf welchen wir bauen können, dadurch erweitert 
wird. 
Bei den Fliehen ift das Athmen durch Kiemen voll- 
ftänd'g bekannt, und wahrfcheinlich giebt es kein bef- 
leres Merkmal eines Fifches als die Anwefenheit von 
Kiemen. Bei den Würmern finden fich entweder, wie 
z. R. bei Teredo, innere, oder, wie bei Amphitrite, 
äufsefo Athmangswerkzeugc, die ich hei einer andern 
Gelegenheit befehrieben habe *). 
Der gegenwärtige Auffatz befchäftigt fich mit fünf 
verfchiednen Formen der Athmungawerkzeuge, welche 
fich von den Kiemen der Fifche, und-eben föwohl von 
den gewöhnlichen Athmungswerkzeugen der Würmer 
miterfcheiden, und in der Lamprete nebft der Pricke 
{Betrcmvzon marinus und fiuviatilis), einem neuen 
Gcfchbchte, welches zwilchen jenem und der Myxine 
f; ;ljt, der Myxine felbft, der Seeraupe (Aphrodite acn- 
icsia) Und dsrn Bhtiegei verkommen. 
Die heben, festlichen Athmungsöffnungen der 
Gamprete führen za einer gleichen Anzahl horizonta¬ 
ler, völlig getrennter Säcke, deren innere Haut wie 
die Fifchkieraen gebildet ift. Eine gleiche Anzahl von 
Innern Oeffnungen führt aus diefen Säcken zu einer 
Röhre, die an ihrem untern Ende verfchluffen ift, am 
obern fich durch ein gefr#nztes Ende in die Speiferöhre 
öffnet. Diefe Säcke find in getrennten Höhlen Enthal¬ 
ten’, und,in einer Brafthöhle emgefehloffen, welche mit 
'0 
i) Phil, Transact. Ed, 57, S. 353»
        

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