Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Abhängigkeit des arteriellen Druckes von der Blutmenge
Person:
Worm-Müller, Jakob
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit1405/3/
575] Die Abhängigkeit d. arteriellen Dreckes v. n. Blutmenge. 161 
inan dagegen Bei den verschiedensten Ernährungskrankheiten 
der Transfusion eine Entleerung vorhergehen lilssl, so ruht diese 
Handlungsweise weniger auf Beweisen, als auf traditionellen 
Anschauungen. 
Um die Haltbarkeit derartiger Ansichten zu prüfen, zugleich 
aber um die im physiologischen Laboratorium gebräuchlichen 
^Methoden praktisch kennen zu lernen, habe ich im Sommer 
tST^fin physiologischen Institute zu Leipzig ein Paar bezügliche 
"Versuche ausgeführt. Da diese Versuche für die vorliegende 
Frage in vielfacher Hinsicht Interesse darboten, habe ich die¬ 
selben auf Wunsch des Herrn Professor Ludwig im Sommer 187?'\) 
fortgesetzt. 
Meine Versuche sind siimmllich an Hunden ausgeführt. Da 
es in meiner Absicht lag, ein im Verhältnisse zum Körpergewicht ' 
möglichst grosses Blutquantum einzuspritzen, habe ich kleine 
Versuchstiere ausgewahll. Um einen Maassstab für die Beur¬ 
teilung der eingeführlen resp. der entleerten Blutmenge zu 
gewinnen, wurden die Hunde zuerst gewogen, um das einge- 
führle resp. das entleerte ßlulvolumen in Prozenten des Kör¬ 
pergewichtes ausdrücken, und verschiedene Versuchstiere 
untereinander vergleichbar machen zu können. 
Die eine a. carotis wurde mit einem Hg.-Manometer ver¬ 
bunden, das die Veränderungen des Standes auf einen mit be¬ 
kannter Geschwindigkeit forllaufenden Papierstreifen ununter¬ 
brochen aufschrieb. Nachdem der Blutdruck längere Zeit hin¬ 
durch notirt, und somit die Grenze seiner normalen Schwan¬ 
kungen erkannt war, wurde eine vena juguluris geöffnet, und 
in dieselbe eine Canüle eingcführl. 
Gleichzeitig wurde ein grosse r Hund verblutet, das ent¬ 
leerte Blut defibrinirt, sorgfältig filtrirt, und in einem von war¬ 
mem Wasser umgebenen Gefilsse auf eine Temperatur von 38" 
bis 39° C. während der ganzen Versuchszcit hindurch gehalten. 
Die ebenfalls auf 38° C erwärmte Spritze, mit deren Hilfe die 
Blutinjeclioncn in die vena jugularis geschahen, fasste 42 Ccm. 
Blut; es wurde in allen Fällen, in denen nichts Specielles an¬ 
geführt ist, von dem Inhalte der Spritze 40 Ccm. transfundirt. 
Den Rest von 2 Ccm. Hess ich in der Spritze zurück, um die 
Uebcrführung einer kleinen Menge von Schaum zu vermeiden, 
die aus dem defibrinirlen Blute aufgcsliegcn war. 
Bovor ich auf die Beschreibung der Vorsucho oingchc, will 
i<
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.