Bauhaus-Universität Weimar

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gerade aus wie die Bläschen , welche zuerft im Waffer 
erfcheinen, wo fich Infufionsthierchen bilden. 
Wenn man nämlich frifchgefallenes Regenwaffer, 
von dem einzelne Tropfen unter dem Mikrofkope durch¬ 
aus nur eine homogene WafferrnalTe zeigen, in einem 
bedeckten Glafe liehen läfst, fo bemerkt man am zwei¬ 
ten und dritten Tage unter dem Mikrofkope ganz kleine 
Bläschen, die anfangs wie Schaumbläschen erfcheinen. 
Sie fammeln fich bald in kleinere und grofsere Mafien. 
Bringt man nun Sonnenlicht auf den Träger, fo fleht 
man einzelne diefer Bläschen fich lostrennen, und erft 
eine ganz langfame, dann immer fchnellere Rotations¬ 
bewegung — alfo auch hier wieder die erfte organifehe 
Bewegungsart —> beginnen. Obgleich diefe Rotations¬ 
bewegung auch aufserhalb dein Sonnenlichte fort¬ 
dauert, fo habe ich fie doch nie ohne diefes enlftehen 
fehen. Aehnlich nun diefen Bläschen, —. denn dafs es 
Bläschen find, fcheint die Folge zu zeigen — find die, 
welche das Rudiment des Schneckchens zufummen- 
fetzen, und wie die Urbewegung des Organifchen die 
Rotation zu feyn fcheint, fo die Urform das Bläs¬ 
chen. 
Diefer Bläschenkliunpen (das Rudiment) ift zuerft 
eine uniforme Kugel und ohne Bewegung. Gegen den 
dritten oder vierten Tag aber entfteht an der Seite der 
Kugel ein dunkeier Punkt, um den fich nun die ganze 
Maffe bewegt. (Fig. 3.) Die Rotationsbewegung, <;ie 
anfangs fehr langfam ift, wird immer fchueller, befoti- 
ders im Sonnenlichte, fie ift anfangs gleichartig, je 
fchneller fie aber wird, dafto ungleichartiger wird auch 
der Umfchwung. Dadurch nämlich , dafs der Punkt, • 
tun den fich das Ganze wäjzt, nicht in der M.fte der 
Kugel liegt, mufs derjenige Theil, der von oiefn 
Punkte entfernter ift, Uebrrgewicht bekommen. £. 
entfteht daher ein fchnellerer Üinfehwung, w-.-u-i .,-j ^
        

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