Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beobachtungen und Versuche über den Eiter: Aus den Philosoph. Transact., 1810, Th. II, S. 294-317
Person:
Pearson, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14039/14/
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eine größere Menge gerinnbarer Lymphe oder zerftorbarer 
fefter Theile; der Jeröfe befonders viele helle Flüfligkeit, 
der sähe wird es durch die Gerinnung und vielleicht 
Verdickung, welche durch die Vereinigung von Neutral¬ 
falzen mit dem undurchfichtigen Oxyd entfteht. 
9) -f'a die wefentlichen rheilein einem durchfichtigen 
Zuftaride abgefondert, aber bald undurchüchiig werden, 
was von der von fe]bit erfolgenden. Gerinnung eines an- 
fehnlichen Theiles und Umwandlung defteiben in das 
imdurchiichtige, mit der feröfen Flüfligkeit und vielen 
Kügelchen vermifehte Oxyd herrührt, fo fcherat die 
Folgerung richtig, dafs diele Theile die durch die Abfon- 
derungsorgane gebildete, von felbft geronnene Lymphe 
des Blutes und des Blutvvaffers lind, dafs diefer Abfon- 
deruugsact den darauf folgenden Aggregationszuftand 
des Eiters bedingt, und dafs zugleich, nach der Analogie 
andrer Abfonderungsorgane, die Kügelchen gebildet wer¬ 
den. Fernere Uuîerfuchungen mögen ausweifen, wiefern 
lie die durch den Abfonderungsact abgeänderten Blutkü¬ 
gelchen lind. 
Die vorige Folgerung wird durch den Umftand fer¬ 
ner erwiefen, dafs fehr dicker Eiter getrocknet | — £ 
eines brüchigen JAückftandes giebt, welches fait claffelbe 
Verbaltnifs als bei der Austrocknung der Entzündungs- 
krufte des Blutes ift, während fehr dünner Eiter beim 
Austrocknen At — i d.iei'es llückftandes lieferte, ein 
Verbal tnifs, das fich walirfcheinlich aus der Vennifcliung 
des Blutvvaffers und der gerinnbaren Lymphe ergeben 
würde. 
io) Die beftändigen fälligen und erdigen Theile des 
Eiters lind in der feröfen Flüfligkeit aufgelöft, und 
können alle in Verbindung mit ihr, mit Ausnahme eines 
Antheils von phosphorfaurem Kalk, durch Abwafchen 
mit Waffer abgefondert werden. Diele besgemengten 
Theile lind diefelben als die im Blutwaffer und dem 
fchleiinigen Auswurf vorkommenden, nämlich Kochfalz, 
durch thierifche Subftanz oder eine zerflörbare Säure neu- 
tralilirtes Kali, phosphorfaurer Kalk, Ammonium, wahr- 
Icheinlich durch Pliosphorfäure gefättigt, ein fchwefelfau- 
res Salz und Spuren einiger andrer im vorigen Auffatze 
erwähnter SubftanÄn» Die Menge diefer beigemengten.
        

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