Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Lungenauswurf: Aus den Philosophical Transact., 1809, Th. II., p. 313-344
Person:
Pearson, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14038/10/
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er einige Tage der Luft ausgefetzt gewefen war, f«hlug 
überfaure weinfteinfaure Pottafche mit Weinfteinfaure 
nieder, und entband mit Kalk kein Ammonium, eben fo 
wenig mit Salzfäure Schwefel, ungeachtet die empfmdlich- 
ften Prüfungsmittel angewandt wurden. 
d) Die gefchmolzene Maffe (c) wurde in ungefähr 
dreimal fo viel Waffer gekocht, worin ungefähr die Hälfte 
zu verfchwinden fehicn. Die hellere, vom Bodenfatz ab¬ 
geklärte und verdunftete Flüfligkeit gabKryftalle von falz- 
faurem Natron mit einer weit geringem Menge nadeiför¬ 
migen, und einer andren Salzhibltanz, die unterm Mikro¬ 
skop nicht deutlich kryftallifirt erfchien. Zum zweiten¬ 
mal mit dem doppelten Gewicht von Waffer gekocht, gab 
der Bodenfatz faft blofs falzfaures Natron. Zum dritten¬ 
mal gekocht, wurde nur eine äufserft geringe Menge die- 
fer Kryftalle, beim viertenmal gar kein Salz gewonnen. 
e) Zur Trocknifs abgedampft wogen diefe Salztheüe 
(d) 45 Gran. Mittelft eines Zalmftochers fuchte ich fo 
viel möglich die ungeformten und die nadelförmigen Kry- 
ftaile unter den kubifchen heraus. Sie brauften mit 
Weinfteinfaure auf, und präcipitirten überfaures wein- 
fteinfaures Kali, und gaben beftimmt kein Gemenge von 
wemfteinfaurem Natron und Kali, bildeten mit faipeter- 
falzfaurer Platina einen Niederfchlag. Als fie mit Èffig- 
fäure gefättigtwaren, entftand noch ein fclnvacher Nieder¬ 
fchlag auf Zufatz von falzfaurero Baryt. Ohne die An- 
wefenheit der Effigfäure bei diefem Reagens war diefer 
fehr beträchtlich, wurde aber durch zugefetzte Effigfäure, 
wenn diefe nicht bis zur Ueberfättigung zugefetzt wurde, 
aufgelöft. Kleefaures Ammonium veranlafste keinen, fal- 
peterfaures Silber einen fehr ftarken Nied'erfchlag, Kalk- 
waffer eine leichte Trübung. Der Kochfalzgehalt diefer 
Salzmaffe betrug auf 45 Gran oder nahe' auf 1 in 450 aus- 
geworfener Feuchtigkeit, das übrige war unvollkommn.es 
kohlenfaures Kali, welches I in 1540 der Auswurfsflüffig- 
keit betrug , und mit einem felir kleinen Theil, wahr- 
fcheinlich von fchwefelfaurem und phospharfaurem Kali 
vermifcht war. 
f) Die unaufgelöfte Maffe (d) bildete, mit Salzfäure 
gekocht, eine trübe Flüfligkeit, l'chien aber durch Stehen 
lieh
        

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