Bauhaus-Universität Weimar

3) Die Ve rfuche von Berzelius *) und Bran dp*} 
thun dar, wie beftändig im Ganzen die rothe oder roth- 
braune Farbe des Blutfarbeitoffs in Säuren und Alkalien 
fey 3). Schwerlich dürfte diefem Stoffe aber eine folchc 
Eigenfchaft zukommen, wenn feine Farbe von Eifen 
herriihrte, indem diefes Metall nach den verfehiedenen 
Graden feiner Oxydation feine Farben fo bedeutend 
wechfelt, was fich hingegen vom Kohlenftoff nicht im 
gleichen Maafse ausfagen läfst. 
4) Mehrere Erfcheinungen zeigen, dafs in Kör¬ 
pern, worin der Kohlenftoff vorwaltet, nächft der 
fchwarzen Farbe, die bekanntlich folchen Körpern am 
meiften eigen ift, häufig eine rothe oder rothbraune 
vorkomme. So erhellt der Reichthum der Cochenille 
an Kohlenftoff aus Johns Verhieben über dielen thieri- 
fehen Färbeftoff ; der in Schwefelfäure fich verkohlende 
Faferftoff des Blutes färbt nach Berzelius die Säure roth; 
Galleuharz wird in eben diefer Säure rolhbraun. Die 
rofenfarbne Hämatoxyiin enthält nach Chevreul über 
die Hälfte Kohle- die mit Sal peter fäure behandelte 
Kohle aus Zucker und Sclnvefeifäure ift nach Link 
gelbroth; gedarrtes Holz erfcheint nach Rum ford 
auf einer gewiffen Entwicklungshilfe feines Kohlen- 
ftoffs fchön purpurfarben; das von Brugnateül ent¬ 
deckte purpurrothe Indigometall mufs der Kohle wenig- 
ftens führ nahe verwandt feyn. Der Kohlenftickftoff, 
der aus der fich zerfetzenden Blaufäure entfteht, ift nach 
Gay- Luffac und Böbereiner röthlichbraun ; nach Ihe- 
nard wird farblofer Phosphor durch Zulatz von Kohle 
1) Schmeiggcrs Journal, Ed. y. S. 386 n■ f. 
2) Fhilofophieal Transactions l'or 1813, und diefes Archiv, Bd. 2. 
S. 397. 
3) Heb« die Beftibiäig'keit der lrellen und dnnlteln Farbe in den 
eingetrockneten F,Unarten lebe man Ahildgcmrd a. a. O. S.493,
        

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