Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Bildungsgeschichte des Herzens und der Lungen der Säugthiere
Person:
Meckel, J. F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit14034/8/
409 
gleich ift dieTheilung des'arteriöfen auch infofern vor¬ 
geschritten, als die rechte Kammer fich noch mehr ver- 
gröfsert hat. Die rundliche Spitze derielben reicht fo 
weit nach unten als die der linken, io dafs jetzt der 
rechte Rand des Herzens einfach gewölbt ift, der Aus- 
fchnitt, welcher die Gränze beider Kammern bezeich¬ 
net, in der Mitte des untern Randes liegt. Die rechte 
Kammer erfcheint jetzt länger als die linke, infofern fie 
höher als fie nach oben, eben Co tief nach unten reicht. 
Das Herz fteht fenkrecht. Die rechte Vorkammer ift 
bedeutend gröfser als die linke, weiche hinter der Kam¬ 
mer zum Theil verborgen ift, während jene Mt ganz 
frei rechterfeits vor dem arteriöfen Theile liegt. 
Bei Oeffnung der beiden Kammern finde ich die 
Verfchiedenheit der Dicke ihrer Wände, und des Inhal¬ 
tes ihrer Höhle fchon Sehr deutlich: die rechte weit 
dünnwandiger und breiter als die linke, ungeachtet bei 
fpätern Embryonen zum Theil das entgegengefetzte 
Verhältnis Statt findet. 
Am obern Ende der rechten Kammer findet fich 
eine kleine rundliche Oeffnung. Sie führt deutlich 
zum rechten Vorhofe : zugleich aber ift es unver¬ 
kennbar, dafs an derielben Stelle auch fich eine, 
durch die Scheidewand der Kammern gehende Oeffnung 
befindet, welche, dicht unter dem Urfprunge des gro- 
fsen Pulsaderftammes, beide Kammern mit einander ver¬ 
bindet. 
VI. Fig. h — 16. Bei einemfechftenEmbryo von 
neun Linien Länge ift die Anordnung des Herzens we¬ 
nig verfchieden. Das Ganze bildet eine, beinahe 2 Linien 
breite Maße, deren Höhe nicht überall diefelbe ift, in¬ 
dem die rechte Vorkammer beinahe zwei Linien, die 
Kammer kaum eine hoch Ift. Die rechte Vorkammer (a) 
ift der bei weitem gröfste Theil, der den arteriöfen Theil 
nach oben und unten überragt, und fich von vorn und 
M, d. Archiv, II, D d
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.