Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Bau der Schleimhaut der regio olfactoria des Frosches
Person:
Paschutin, Victor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit1401/6/
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Dit. Victor I’asciihtin, 
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Sätzen zu unterscheiden. Zuweilen kann man in einer solchen 
Lamelle ein bis zwei grosse, ovale Löcher bemerken, für ge¬ 
wöhnlich ist aber die Durchlöcherung nur eine scheinbare, be¬ 
dingt durch die ungleichinilssige Dicke der Lamelle. Derartig 
veränderte hpilhclzcllen liegen zuweilen, vielleicht auch aus¬ 
schliesslich, in der Umgebung der Bowman'schen Drüsen. Es 
ist mir einmal gelungen, ein Bruchstück einer Bowman’schen 
Drüse zu sehen, welche in Form einer Röhre von diesen plat— 
Icnlürmigcn Epilhclzcllcn umgeben war. 
Die centralen Fortsätze der Epithelzellen senken sich in 
das unterliegende Bindegewebe ein, das sich gleich Uber der 
oberen Pigmentschicht befindet. 
Die zweite Art der Elemente der epithelialen Schicht — 
die Riechzellen •— charaklerisiren sich nach 1U. Schullze durch 
einen, im Vergleich mit der ersten Art dünnen, peripherischen 
Fortsatz, einen runden Kern und einen sehr dünnen, nicht ra- 
mificirten, centralen Ausläufer. 
Die Riechzellen zeigen, im Gegensatz zu den Epithelzellen, 
sehr mannigfaltige peripherische und sehr einförmige cen¬ 
trale Fortsätze. Die Länge ihrer peripherischen Fortsätze ist 
gewöhnlich beträchtlicher, als die Länge der entsprechenden 
Fortsätze der Epithelzellen. Die kürzesten peripherischen Fort¬ 
sätze der Riechzellen, deren Kerne an der Oberfläche des 
unteien i hei Is der Epithelialschicht liegen, sind ungefähr von 
der Länge der peripherischen Fortsätze der Epithelzellen ; die 
längsten dagegen ungefähr gleich der Dicke der ganzen Epi- 
thelialschicbl im Centrum der regio olfactoria. Ebenso man¬ 
nigfaltig ist auch die Dicke der Fortsätze : in einigen Fällen ist 
der peripherische Fortsatz der Riechzelle so dünn, dass man 
Mflhe hat, ihn von dem centralen zu unterscheiden; in anderen 
I ällen dagegen stellt seine Breite der ßroi|,o der peripherischen 
Fortsätze der KpiLhelzcIInn nur wenig nach; aber auch in 
diesem letzteren Falle ist es nicht schwer, ihn davon zu 
unterscheiden, da er mehr homogen ist, d. h. keine kör¬ 
nige Beschaffenheit besitzt, stärker das Licht bricht und von 
Ucberasmiumsäure intensiver gefärbt wird. Zwischen den 
erwähnten Grenzen der Länge und Breite giebt es alle mög¬ 
lichen Uebergänge. ,
        

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