Bauhaus-Universität Weimar

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(>■ Ich habe oben einen Wulft befchrieben , weicher 
fich bei der Gans auf der obern Fläche des Gehirns an der 
Mittellinie fortlaufend findet ; er deckt nach oben die 
grofsen Hirnhöhlen, und feine Fafern laffen fich über 
die ganze obere und äufsere Fläche des Gehirns verfol¬ 
gen. Er wird allein von den Fafern der Markfeheide¬ 
wand, die fich in ihm mit grauer Subftanz vermifchen 
gebildet, und deutlich kann man bei erhärteten Gehir¬ 
nen die Richtung diefer Fafern durch ihn verfolgen 
aber als Markfafern bei der Gans nicht, weil fie iich 
bei ihr gleich am obern Rande des Gehirns mit der 
grauen Subftanz vermifchen ; wohl aber beim Truthahn, 
wo fie, ohne jenen Wulft zu bilden, als zarte weifse 
Fäden über den obern Theil des Gehirns von innen 
nach aufsen weglaufen, und fich erft weiter hin in die 
graue Maffe Verlierern Vor dem genannten Wülfte 
giebt es noch viele Fafern, welche fich noch auf der 
innern Fläche des Gehirns in die graue Subftanz ver¬ 
lieren, hinten gehen fehr viele Fafern zur hintern 
Fläche des grofsen Gehirns und bilden hier, mit grauer 
Subftanz vermifcht, ebenfalls die hintere Decke der 
grofsen Ventrikeln, indem fie das grofse Gehirn auch 
hier umgeben. 
Die Fafern der ftrahligen Scheidewand gehen, wie 
gefagt, vom Stamme aus immer feiner und allmählig 
auch undeutlicher werdend, von innen nach aufsen fort3 
aber nicht völlig gleichmäfsig, denn nachdem fie von 
.unten herauf ungefähr die Mitte der innern Fläche des 
Gehirns Fig. If, 24. 24. erreicht haben, geht, von vorn 
nach hinten, parallel mit dem obern Rande der innern 
Fläche, und gleich ihr im Bogen, ein weifser Streif 
gleichfam queer durch die Faferung bis zur hintern 
Fläche des Gehirns fort, und hört mit der Faferüatis- 
breitung am hintern untern Rande des grofsen Gehirns
        

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