Bauhaus-Universität Weimar

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Foffa Sylvii am äufsern Rande ift keine Spur, obgleich 
das Markbündel, welches ich bei der Gans nach der 
Analogie mit dem Gehirn der Säugthiere das Mark 
der Sylvifchen Furche genannt habe, beim Truthahn 
fogar weit deutlicher erfcheint, als bei der Gans, weil 
es nicht mit fo viel grauer Maffe umgeben ift. Doch 
zeigt es fich in feinem Verlaufe viel einfacher als dort, 
giebt wenigftens nicht deutliche Faden zu dem Geruchs¬ 
nerven, geht als ganz reines Mark parallel mit dem 
äufsern Rande der Hemifphäre von vorn nach hinten, 
und verliert fich hier mit ziemlich deutlicher Faferung 
in die graue Subftanz. 
Der Geruchsnerv verhält fich zu feinem Corpus 
mammillare wie bei der Gans, dies aber ift beim Trut¬ 
hahne im Verhältnifs zu den grofsen Hemifphären weit 
kleiner als dort. 
Der Hirnfchenkel kommt beim Truthahne weit 
deutlicher unter dem Sehnerven hervor als bei der 
Gans, und breitet fich deutlicher gefafert nach dem 
Umfange hin aus. 
Zwifchen ihm und dem Markbündel der Sylvifchen 
Grube kommt ein halbmondförmiger Markftreifen vor, 
deffen Bedeutung ich nicht kenne. 
Ich habe jetzt die Grundfläche des Gehirns fo voll- 
ftändig befchrieben, als ich konnte. Die übrigen Theile 
feiner äufsern Oberfläche erfordern keine fo genaue Be- 
fchreibung, und das, was an ihnen bemerkenswerth ift, 
will ich jetzt mit wenigen Worten angeben. 
Das Gehirn der Gans, von oben angefehen, er¬ 
fcheint als ein halbes Oval, deffen Spitze nach vorn 
gekehrt, und durch die Proceffus marnmillares etwas 
verlängert ift, an deffen hinteren, faft geraden Rande 
aber ein dünner, in einen Schwanz auslaufender Anhang 
fitzt, das kleine Gehirn und Rückenmark. Betrachtet
        

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